EIN REALER FALL
Gelöst

Der Green-River-Killer: 19 Jahre, 49 Frauen und ein Stück Mull

2026-11-01 · · Die schwersten Verbrechen – aufgeklärt · 12 Min. Lesezeit

Im Sommer 1982 begannen auf einer Straße in den USA junge Frauen zu verschwinden.

Es war ein Abschnitt der Fernstraße südlich von Seattle, einer Stadt im äußersten Nordwesten des Landes, etwa 180 km von der kanadischen Grenze entfernt. Die Straße führte am internationalen Flughafen der Stadt vorbei.

An ihr lagen billige Motels, Bars, Imbissbuden und Bushaltestellen. Lastwagen und Taxis fuhren Tag und Nacht vorbei.

Die neuen Raetsel, einmal pro Woche per E-Mail
Eine E-Mail pro Woche. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Viele der Frauen, die an dieser Straße unterwegs waren, waren sehr jung. Manche waren von zu Hause weggelaufen. Manche arbeiteten als Prostituierte. Manche warteten einfach auf den Bus. Viele waren 15, 16 oder 17 Jahre alt.

Wenn eine von ihnen nicht mehr zurückkam, meldete das oft tagelang niemand. Manchmal meldete es überhaupt niemand. Der Kontakt zur Familie war abgerissen. Freundinnen dachten, sie sei in eine andere Stadt gezogen.

Dieses Schweigen ist das Erste, was man an diesem Fall verstehen muss. Der Mann, der sie tötete, wählte Frauen aus, nach denen seiner Meinung nach niemand suchen würde.

Der Fluss

Am 15. Juli 1982 fanden Kinder, die in der Nähe einer Kleinstadt südlich von Seattle spielten, eine Leiche im Green River, einem langsamen Fluss, der durch Felder und Vororte zum Meer fließt.

Es war ein 16-jähriges Mädchen. Sie war erwürgt worden.

Mitte August tauchten im selben Fluss weitere Leichen auf. Am 15. August wurden im selben Abschnitt 3 weitere Frauen gefunden, im Wasser und am Ufer.

5 Tote in einem einzigen Monat.

Am nächsten Tag, dem 16. August 1982, gründete das Büro des Bezirkssheriffs eine Sondereinheit, um den Mörder zu finden. Sie hieß Green River Task Force. Eine Lokalzeitung schrieb, es sei die größte Polizeieinheit der Region seit einem berüchtigten Serienmörder, der in den 1970er-Jahren in derselben Gegend junge Frauen getötet hatte.

Einer der Ermittler, die von den ersten Wochen an dabei waren, war ein 31-jähriger Mordermittler namens Dave Reichert. Er blieb dem Fall, in der einen oder anderen Rolle, 21 Jahre lang treu.

Das ist der Fall in einem Satz: Ein Mann ermordete Dutzende junger Frauen bei Seattle, begegnete der Polizei immer wieder und kam jedes Mal frei, und gefasst wurde er am Ende durch eine Probe seines eigenen Speichels, die Ermittler 14 Jahre lang aufbewahrt hatten.

Der Täter wurde als Green-River-Killer bekannt.

Dann wurde es still am Fluss

Nach August 1982 benutzte der Mörder den Fluss nicht mehr.

Die Frauen verschwanden weiter. Aber jetzt wurden die Leichen in Waldgebieten abgelegt: nahe dem Flughafen, an abgelegenen Straßen, manchmal mehrere an einem Ort.

Manche wurden nach Wochen gefunden. Manche Jahre später, als nur noch Knochen übrig waren. Manche wurden nie gefunden.

Die meisten Morde geschahen zwischen dem Sommer 1982 und dem Frühjahr 1984. In diesen 2 Jahren wuchs die Liste der wahrscheinlichen Opfer alle paar Monate.

Die Ermittler standen vor Problemen, die diesen Fall von einem gewöhnlichen Mord unterschieden.

Die meisten Leichen wurden lange nach dem Tod gefunden, daher war fast nie klar, wann und wo die Frau getötet worden war. Viele hatten monatelang im Freien gelegen, und der starke Regen der Gegend hatte die Spuren weggewaschen.

Bei vielen Opfern wusste niemand, wer sie zuletzt gesehen hatte, nicht einmal, an welchem Tag sie verschwunden waren.

Und die Menschen, die vielleicht etwas gesehen hatten, an der Straße und in den Motels, trauten der Polizei oft nicht und wollten nicht mit ihr reden.

Der falsche Mann

Der erste starke Verdächtige war ein Taxifahrer.

Er hatte Frauen von der Straße durch die Stadt gefahren, darunter einige der Opfer. 1982 rief er selbst bei der Polizei an und bot Hinweise zu dem Fall an.

Den Ermittlern kam sein Interesse verdächtig vor. Er rückte an die Spitze ihrer Liste.

Monatelang wurde er beschattet und überwacht. Ein früherer Beamter der polizeilichen Nachrichtenabteilung erinnerte sich später an "unzählige Stunden" Überwachung. Zeitungen druckten seinen Namen.

Er wurde nie wegen irgendetwas angeklagt. Ende 1985 teilte das FBI der Sondereinheit mit, dass er fast sicher nicht der Gesuchte sei.

Er war einer von etwa einem Dutzend Männern, die in jenen Jahren überwacht wurden. Sie alle gelten als unschuldig: Keiner wurde angeklagt, und die Beweise wiesen später in eine andere Richtung. Als 2001 der wahre Täter verhaftet wurde, sagte der frühere Taxifahrer einer Zeitung, er fühle sich rehabilitiert.

Unterdessen war der Mann, der es wirklich getan hatte, der Polizei längst begegnet.

Der Mann mit dem Pick-up

Am 30. April 1983 verschwand eine 18-jährige Frau von der Straße.

Ihr Freund wartete nicht auf die Polizei. Er fuhr die Gegend ab und suchte sie.

Ein paar Tage später sah er einen Pick-up vor einem Haus stehen. Er sah aus wie der Wagen, in den sie in der Nacht ihres Verschwindens gestiegen war.

Das Haus gehörte einem Mann namens Gary Ridgway. Er war 34. Seit Jahren arbeitete er in einer Lastwagenfabrik bei Seattle und lackierte die neuen Lastwagen, bevor sie das Werk verließen.

Ein Ermittler sprach mit ihm. Er sagte, er kenne die Frau nicht. Es gab keine Leiche und keine Beweise, und er wurde nicht angeklagt.

Ihre Überreste wurden erst 20 Jahre später gefunden, 2003, als er selbst die Ermittler an die Stelle führte.

1984 meldete sich derselbe Mann aus eigenem Antrieb bei der Sondereinheit. Er sagte, er habe Informationen, die der Ermittlung helfen könnten.

Am 2. April 1984 machte er einen Polygraphentest, einen Lügendetektortest. Er bestand ihn.

Jahrelang trug dieses Ergebnis dazu bei, dass er weit unten auf der Liste der Verdächtigen blieb.

Ein Polygraph erkennt keine Lügen. Er misst Zeichen von Stress: Puls, Atmung und Schweiß. Manche Menschen zeigen kaum Stress, wenn sie lügen. Deshalb lassen Gerichte in den USA seine Ergebnisse in der Regel nicht als Beweis zu.

Aber für eine Einheit, die in Namen ertrank, war ein bestandener Test ein Grund, anderswo zu suchen. Und das tat sie.

Ebenfalls 1984 kam Hilfe aus einer seltsamen Richtung.

Der berüchtigte Serienmörder, der in den 1970er-Jahren in derselben Region junge Frauen getötet hatte, saß inzwischen in Florida in der Todeszelle. Er schrieb an die Sondereinheit und bot an, seine Gedanken über den unbekannten Täter mitzuteilen.

Ende 1984 flogen 2 Ermittler nach Florida, um ihn zu befragen. Einer von ihnen war Reichert.

Der Häftling sagte ihnen, der Mörder kehre wahrscheinlich an die Orte zurück, an denen er die Leichen abgelegt habe. Er schlug vor, jeden Ort zu überwachen, an dem eine frische Leiche gefunden wurde.

Jahre später zeigte das Geständnis des Täters selbst, dass das stimmte. Er kehrte tatsächlich zu den Leichen zurück.

Zur selben Zeit erstellte ein Profiler des FBI ein psychologisches Profil des Unbekannten: wahrscheinliches Alter, Gewohnheiten, Lebensweise.

Nichts davon ergab einen Namen. Es beschrieb nur, welche Art von Mann man suchte.

1987: das Stück Mull

Bis 1987 wussten die Ermittler mehr über den Mann mit dem Pick-up.

Berichten zufolge war er der Letzte, der mit 2 der vermissten Frauen gesehen worden war. Seine Kreditkartenbelege zeigten, dass er in den Zeiträumen, in denen Frauen verschwanden, sehr viel Benzin kaufte. Er fuhr also viel.

Am 8. April 1987 durchsuchten Ermittler sein Haus und seine Fahrzeuge. Sie fanden nichts, was vor Gericht verwertbar gewesen wäre.

Aber ein Gerichtsbeschluss erlaubte es ihnen, Körperproben zu nehmen. Sie nahmen Haare. Und sie gaben ihm ein kleines Stück Mull zum Kauen, um seinen Speichel zu sammeln.

1987 war dieses Stück Mull fast nutzlos.

DNA-Tests waren ganz neu. Die Tests jener Zeit brauchten ziemlich viel Material. Und die Proben, die 1982 von den Leichen der Opfer genommen worden waren, waren winzig.

Ein Test konnte das Beweismaterial vollständig aufbrauchen und trotzdem keine Antwort liefern. Die Ermittler hatten einen einzigen Versuch, und sie wussten es. Wie der Sheriff später sagte: "Wir hatten das Gefühl, dass wir im Grunde nur einen Schuss hatten."

Also taten sie das Einzige, was sie tun konnten. Sie lagerten die Proben sorgfältig und warteten.

Die Jahre vergingen.

Die Sondereinheit hatte inzwischen mehr als 15 Millionen Dollar ausgegeben. Sie hatte einen Computer für 200.000 Dollar gekauft, um die Hinweise zu sortieren, die in die Hunderte, wenn nicht Tausende gingen. Zeitungen kritisierten sie wegen der Kosten und der fehlenden Ergebnisse.

Ende der 1980er-Jahre waren die meisten Ermittler anderen Fällen zugeteilt worden.

Im Juli 1991 wurde die Sondereinheit auf einen einzigen Ermittler verkleinert.

In den nächsten 10 Jahren bestand die größte Mordermittlung in der Geschichte der Region aus einem Ermittler und Kisten voller Akten und Beweisstücke. Er hielt sie in Ordnung. Er ließ nichts wegwerfen.

Der Sheriff öffnet den Fall erneut

1997 wurde Reichert, der junge Ermittler von 1982, zum Sheriff des Bezirks gewählt. Nun leitete er die gesamte Behörde.

Inzwischen hatte sich die DNA-Wissenschaft verändert. Ein neueres Verfahren konnte aus einer sehr kleinen Menge Material ein Profil erstellen und es mit anderen vergleichen.

2001 beschloss der letzte verbliebene Ermittler, dass es Zeit war, den einen Schuss abzugeben.

Im März 2001 schickte er die alten Beweise an das kriminaltechnische Labor des Bundesstaates: Spermaproben, die 1982 von Opfern genommen worden waren, dazu Speichel und Blut von 3 Männern, die verdächtigt worden waren. Eine der Speichelproben war das Stück Mull von 1987.

Eine Wissenschaftlerin des Labors nannte es später "einen letzten verzweifelten Versuch".

Einige Monate später kam das Ergebnis.

Die DNA aus dem Sperma, das von 3 der im August 1982 im Fluss gefundenen Frauen stammte, stimmte mit dem Speichel auf dem Mull überein.

Der Mann stand seit 1983 in den Polizeiakten.

Die Ermittler handelten nicht sofort. Sie beschatteten ihn und bereiteten den Fall vor.

Am 30. November 2001 gegen 15 Uhr wurde Gary Ridgway festgenommen, als er die Lastwagenfabrik nach der Arbeit verließ. Er hatte dort mehr als 30 Jahre gearbeitet. Jetzt war er 52.

Er wurde wegen Mordes an 4 der frühen Opfer angeklagt: den 3, die durch DNA mit ihm verbunden waren, und einer vierten Frau, die durch andere Beweise mit ihm in Verbindung stand.

Zwei Wochen später versammelte der Sheriff 11 Ermittler, die in Vollzeit an dem Fall arbeiteten. Zum ersten Mal seit 10 Jahren war die Sondereinheit wieder ein echtes Team.

Die Farbe

Die DNA deckte nur 3 Frauen ab. Bei den meisten anderen hatten Fluss und Regen fast alles weggewaschen.

Die Ermittler kehrten zu einer Spur zurück, die nie untersucht worden war.

Auf der Kleidung um den Hals des allerersten Opfers, des 16-jährigen Mädchens vom Juli 1982, gab es Spuren von Sprühfarbe. 20 Jahre lang hatte niemand sie analysiert.

Nun betrachteten Wissenschaftler die Farbe unter einem starken Mikroskop. Sie fanden winzige Farbkügelchen, den Staub, der in der Luft schwebt, wo Farbe gesprüht wird.

Die Kügelchen passten zu einer bestimmten Marke und Zusammensetzung von Farbe, die in der Lastwagenfabrik in den Jahren verwendet wurde, in denen diese Frauen getötet wurden.

Im März 2003 nahm die Staatsanwaltschaft auf Grundlage dieses Farbstaubs 3 weitere Morde in die Anklage auf. Das erste Opfer war einer davon.

Wäre die Farbe 1982 untersucht worden, hätten die Ermittler die Morde viel früher mit einem Lastwagenlackierer in Verbindung bringen können.

Der Deal

Die Staatsanwaltschaft hatte jetzt einen Fall für 7 Morde.

Aber Dutzende anderer Familien hatten noch immer keine Antworten. Manche hatten nicht einmal einen Leichnam, den sie begraben konnten.

Also schloss die Staatsanwaltschaft einen Deal, über den bis heute gestritten wird. Er sollte nicht zum Tode verurteilt werden. Im Gegenzug musste er jeden Mord gestehen, den er begangen hatte, jede Frage beantworten und die Ermittler zu den Überresten führen.

5 Monate lang wurde er von Polizisten und Staatsanwälten befragt. Er führte Ermittler in die Wälder und zeigte ihnen, wo er Leichen abgelegt hatte.

Im August und September 2003 wurden die Überreste mehrerer Frauen geborgen. Unter ihnen war die 18-Jährige, die im April 1983 verschwunden war, die Frau, deren Freund den Pick-up gefunden hatte.

Am 5. November 2003 bekannte sich Gary Ridgway in 48 Mordfällen schuldig. 42 davon standen bereits auf der Liste der wahrscheinlichen Opfer.

Der leitende Staatsanwalt des Bezirks erklärte, warum er zugestimmt hatte. Ohne den Deal, sagte er, hätte man mit 7 Anklagepunkten vor Gericht gehen können, und mehr hätte man nie zu lösen hoffen können.

Am 18. Dezember 2003 verurteilte ihn ein Richter zu 48 lebenslangen Freiheitsstrafen nacheinander, ohne Möglichkeit der Entlassung.

2011 wurden die Überreste einer weiteren jungen Frau identifiziert, und er bekannte sich in einem 49. Mordfall schuldig. Die Verurteilungen umfassen Morde von 1982 bis 1998.

Hier endet, was wir wissen

In seinen aufgezeichneten Vernehmungen nannte er verschiedene Zahlen. Zuerst sprach er von 65 Morden. Später sagte er 71.

**49 Morde sind vor Gericht bewiesen. Jede Zahl über 49 stammt nur aus seinem eigenen Mund, und niemand konnte sie bestätigen.**

Einige Frauen von der alten Vermisstenliste wurden nie gefunden.

Die Arbeit, Überresten einen Namen zu geben, ging weiter. 2005 wurde in einem Wald östlich von Seattle ein Schädel gefunden und als eine der Vermissten identifiziert. Im Dezember 2023 wurde durch einen DNA-Test ein weiteres Opfer identifiziert.

Die Geschichte der Ermittlung ist also vollständig: Man weiß, wer es war, wie man ihn fand und warum es so lange dauerte. Unvollständig ist die Liste der Toten.

Schlussfolgerungen und offene Fragen

Heute wird dieser Fall als Lehrstück verwendet: wie ein Mörder 19 Jahre lang vor aller Augen stehen kann. Wer ihn untersucht hat, nennt mehrere Versäumnisse. Jede Erklärung hat ihre Stärke und ihre Grenze.

**Die Wissenschaft war noch nicht so weit.** Der Beleg: Der Speichel wurde 1987 genommen, und der Test, der ihn lesen konnte, kam erst Ende der 1990er-Jahre. Die Ermittler selbst sagten, sie hätten einen einzigen Versuch gehabt und ihn nicht verschwenden dürfen. Das Problem: Das erklärt die Verzögerung bei der DNA, aber nicht bei der Farbe. Diese Spur war vom ersten Tag an auf der Kleidung des ersten Opfers, und man brauchte dafür nur ein Mikroskop.

**Der Lügendetektor führte sie in die Irre.** Der Beleg: Nachdem er den Test 1984 bestanden hatte, galt er jahrelang nicht als Hauptverdächtiger. Das Problem: Wir können nicht wissen, wie viel Gewicht die Ermittler dem Test wirklich gaben. 1987 durchsuchten sie trotzdem sein Haus, sie hatten ihn also nicht vergessen.

**Zu viel Aufmerksamkeit galt dem falschen Mann.** Der Beleg: Monatelang flossen Personal und Geld in die Überwachung eines Taxifahrers, der nie angeklagt und später entlastet wurde. Das Problem: 1982 war es vernünftig, ihn zu überprüfen. Eine Ermittlungsgruppe muss Menschen überprüfen, die sich selbst in einen Fall einschalten. Der Fehler lag nicht in der Überprüfung, sondern darin, wie lange es dauerte, ihn wieder fallen zu lassen.

**Die Opfer hatten keine Priorität.** Der Beleg: Viele der Frauen waren jung, arm und arbeiteten auf der Straße. Ihr Verschwinden wurde oft spät oder gar nicht gemeldet, und der Täter sagte selbst, er habe sie genau deshalb ausgewählt. Das Problem: Die Sondereinheit war die größte, die die Region je gesehen hatte. Es ist schwer zu sagen, der Polizei sei es egal gewesen. Leichter ist zu sagen, dass es der Welt um die Opfer herum egal war.

**War der Deal die richtige Entscheidung?** Dafür: Dutzende Familien bekamen Antworten und Überreste, die sie sonst nie bekommen hätten. Ohne den Deal hätte man 7 Fälle vor Gericht bringen können. Dagegen: Kritiker sagten, ein Mann, der so viele getötet hat, dürfe der Todesstrafe nicht entgehen, und einem Geständnis, das im Tausch gegen einen Deal abgelegt wurde, könne man nicht völlig trauen.

Und die Fragen, die offen bleiben:

Wie viele Frauen hat er wirklich getötet? Das Gericht sagt 49. Er sagte 71. Niemand kann beweisen, dass eine der beiden Zahlen falsch ist.

Gab es in jenen Jahren Frauen, deren Namen auf keiner Liste standen, weil nie jemand sie als vermisst gemeldet hat?

Und wie viele Fälle der alten Liste werden je abgeschlossen werden, jetzt, da der Mann, der die Antworten kennt, keinen Grund mehr hat zu reden?

Hat Ihnen dieser Fall gefallen? Jeden Freitag die neuen Fälle der Woche – kostenlos per E-Mail.
Eine E-Mail pro Woche. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Artikel teilen:

Leserkommentare (0)
Nur aktive Abonnenten mit bestätigter Zahlung können Kommentare schreiben. Voller Zugang