Das Bermudadreieck Transsilvaniens: Was über Hoia-Baciu wirklich belegt ist
Fahren Sie zehn Minuten westwärts aus Cluj-Napoca hinaus, und die Stadt hört einfach auf. Die Plattenbauten weichen einem flachen Hügel, und auf dem Hügel steht ein Wald von rund 250 Hektar aus Buche, Eiche, Hainbuche und Wildkirsche. Das ist Hoia-Baciu. Er liegt nicht abgelegen, er ist nicht riesig, und er ist ganz sicher keine unberührte Wildnis. Er ist ein Stadtwald mit einer Bushaltestelle am Fuß und einem Bikepark darin. Er ist außerdem, folgt man einer ganzen Bibliothek aus Büchern, Fernsehspecials und Reisereportagen, der meistbespukte Wald der Erde.
Die zweite Hälfte des Namens stammt von Baciu, der Gemeinde auf der Nordseite. Das rumänische Wort baci bedeutet Hirte, und dieser Zufall nährt die bekannteste Ortsgeschichte: Ein Hirte soll mit einer Herde von etwa zweihundert Schafen zwischen die Bäume gegangen und nie wieder herausgekommen sein. Kein Kirchenbuch, keine Polizeiakte und keine Chronik hält den Vorgang fest. Er überlebt ausschließlich als mündliche Überlieferung. Und er ist die Vorlage für fast alles, was danach kam.
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