Achtundvierzig Jahre ohne Namen: die Dame aus den Duenen
Die Duenen oestlich von Race Point verbergen Dinge von Natur aus. Sie wandern, sie schlucken Fussspuren binnen Stunden, und im Hochsommer schliessen sich Kruppelkiefern und Strandhafer so dicht ueber den Mulden, dass jemand, der zwanzig Meter entfernt vorbeigeht, nichts sieht. Am Nachmittag des 26. Juli 1974 stiess ein zwoelfjaehriges Maedchen, das rund anderthalb Kilometer oestlich der Rangerstation Race Point an der aeussersten Spitze von Cape Cod mit seinem Hund unterwegs war, in einer dieser Mulden auf etwas. Es war eine Frau, die bauchlings auf einer Stranddecke lag.
Sie war seit Wochen tot. Ihr rotbraunes Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden, gehalten von einem Gummiband mit Goldsprenkeln. Ihre Fussnaegel waren rosa lackiert. Ihr Kopf lag auf einer zusammengelegten Jeans. Im Sand daneben fanden sich zwei Sets von Fussspuren und Reifenspuren, woraus die Ermittler schlossen, dass sie hoechstwahrscheinlich nicht aus eigener Kraft dorthin gelangt war.
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