Dokumentiert

Ich glaube, ich schaffe es: Das Verschwinden des Michael Rockefeller

2026-08-02 · Spurlos verschwunden · 7 Min. Lesezeit

Kurz nach sieben Uhr morgens am 19. November 1961 zog sich ein dreiundzwanzigjähriger Amerikaner auf dem gekenterten Rumpf eines kleinen Katamarans in der Arafurasee aus, vor der Südwestküste des damaligen Niederländisch-Neuguinea. Eine Nacht und fast einen ganzen Tag hatte er sich an das Wrack geklammert, neben einem niederländischen Anthropologen namens Rene Wassing. Die Strömung trug sie stetig von Land fort, nicht darauf zu. Michael Clark Rockefeller band zwei leere Kanister zu einem behelfsmäßigen Schwimmkörper zusammen, sagte, Warten sei keine Option mehr, und sprach den Satz, der diesen Fall seither begleitet: "Ich glaube, ich schaffe es".

Wassing sah ihm etwa eine halbe Stunde lang nach. Später beschrieb er drei Punkte auf dem Wasser, die beiden Kanister und einen Kopf, die immer kleiner wurden. Dann nichts mehr. Von Michael Rockefeller wurde nie eine Spur gefunden.

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