Die Stadt, die ihre eigenen Götter zerschlug: die acht Gruben von Sanxingdui
Im Sommer 1986 gruben Arbeiter einer Ziegelei außerhalb der Stadt Guanghan in der Chengdu-Ebene in Sichuan nach Ton. Der Boden dort ist weich und gelb und wurde seit Jahren ohne Zwischenfall abgebaut. Dann stieß ein Spaten in einen Hohlraum, und der Mann, der ihn hielt, blickte auf eine Jadeklinge.
Die Nachricht erreichte die Archäologen der Provinz, die anrückten und öffneten, was sich als rechteckige, in die Erde geschnittene Grube erwies. Was daraus hervorkam, und aus einer zweiten Grube, die Wochen später wenige Meter entfernt gefunden wurde, passte in nichts, was man über die Bronzezeit Chinas wusste. Da waren Bronzeköpfe mit eckigen Kiefern und flachen Nasen, einige mit Goldfolie über dem Gesicht. Da waren Elefantenstoßzähne, Dutzende, in Lagen gestapelt. Da waren Jaden, Kaurischnecken, von einem Meer Hunderte Kilometer entfernt herbeigeschafft, und eine stehende Bronzefigur von zweieinhalb Metern auf einem Sockel, deren riesige, ringförmige Hände so ausgestreckt sind, als hielten sie etwas, das nicht mehr da ist. Da war eine Bronzemaske, so breit, dass ein heutiger Mensch sie nicht mit beiden Armen umfassen kann, mit Augen, die auf Stielen aus dem Gesicht ragen wie die Okulare eines Fernrohrs. Und da war ein Bronzebaum von fast vier Metern, mit Vögeln auf den Zweigen.
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