Der Junge, der heimkam: Wie ein DNA-Test den Fall Bobby Dunbar umstiess
Am Morgen des 23. August 1912 fuhren Percy und Lessie Dunbar aus Opelousas in Louisiana mit Freunden zum Angeln an den Swayze Lake. Der See war ein flacher Zypressensumpf im St. Landry Parish, schwarzes Wasser und Alligatoren, etwa dreissig Kilometer von zu Hause entfernt. Ihre beiden kleinen Söhne waren dabei. Der ältere, Robert Clarence Dunbar, den alle Bobby nannten, war vier Jahre alt und am 23. Mai 1908 geboren. Die Dunbars waren eine wohlhabende, gut vernetzte Familie in einer Stadt, in der ihr Name Gewicht hatte.
Irgendwann an diesem Tag entfernte sich Bobby von den Erwachsenen und kam nicht zurück. Der Alarm ging binnen Minuten los. Männer wateten in den Sumpf, suchten das flache Wasser ab und gingen bis zur Dunkelheit den Baumrand entlang. Gefunden wurde nichts: keine Leiche, kein Kleidungsstück, keine klare Spur. Die beiden naheliegenden Erklärungen waren gleich furchtbar. Entweder war das Kind in einem Wasser ertrunken, das einen Menschen vollständig verbergen kann, oder jemand hatte es entlang der Bahnlinie fortgetragen, die nahe am See verlief. Die Dunbars weigerten sich, das Erste zu glauben, und die Suche wurde ausgeweitet.
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