EIN REALER FALL
Umstritten

Die Vergiftung von Charles Bravo: 3 Tage Todeskampf und kein Wort darüber, wer es war

2026-10-27 · · Ungeklärte Verbrechen · 12 Min. Lesezeit

Am Abend des Dienstags, 18. April 1876, kam Charles Bravo erschüttert nach Hause.

Er war 30 Jahre alt und Barrister in London, England: ein Anwalt, der vor Gericht auftritt. An diesem Tag war ihm auf dem Heimweg von der Arbeit in der Stadt das Pferd durchgegangen. Er bekam es in den Griff, kam aber blass und steif nach Hause, irgendwann zwischen 6 und 7 Uhr abends. Er legte sich sofort in ein langes heißes Bad.

Sein Zuhause war ein großes Haus namens "The Priory" in Balham. Balham war damals ein ruhiger, wohlhabender Vorort am südlichen Rand Londons, neben einer weiten offenen Wiese.

Die neuen Raetsel, einmal pro Woche per E-Mail
Eine E-Mail pro Woche. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Er war seit 4 Monaten verheiratet.

Seiner Frau Florence ging es nicht gut. Wenige Tage zuvor hatte sie eine Fehlgeburt erlitten. Es war die zweite seit der Hochzeit.

Am Morgen hatte sich das Paar in der Kutsche gestritten. Irgendwann befahl Florence dem Kutscher umzukehren. Ihr Mann überredete sie, weiterzufahren.

Nach dem Bad setzte sich der Haushalt zum Abendessen: Charles, Florence und Florences Gesellschafterin, eine bezahlte Witwe, die zugleich den Haushalt führte.

Die Köchin servierte unter anderem Lammbraten und pochierte Eier auf Toast. Charles trank 3 oder 4 Gläser Burgunder, einen Rotwein. Die beiden Frauen rührten ihn nicht an.

Während des Essens kam ein Brief seines Stiefvaters mit dem Bericht eines Börsenmaklers. Er zeigte Verluste an der Börse. Nach einer Quelle wurde Charles darüber wütend.

Nach dem Essen saßen sie etwa 30 Minuten im Wohnzimmer. Florence war noch schwach, und Charles schickte sie zu Bett. Die Gesellschafterin ging mit ihr hinauf.

Charles blieb bis etwa 21:15 Uhr allein unten.

Die letzten Minuten

Auf der Treppe begegnete er einem jungen Hausmädchen. Sie trug ein Glas Wein zu Florence hinauf.

Später sagte sie der Polizei, er habe blass ausgesehen. Er habe sie zweimal angesehen und nichts gesagt.

Er ging ins Schlafzimmer seiner Frau. Auf Französisch, damit das Mädchen es nicht verstand, warf er ihr vor, den ganzen Tag Wein getrunken zu haben. Sie antwortete nicht. Er ging in sein eigenes Zimmer.

Seit Florences Krankheit schlief das Paar getrennt. In dieser Nacht schlief die Gesellschafterin in Florences Zimmer.

In seinem Schlafzimmer rieb Charles sich, nach seinen eigenen späteren Worten, etwas Laudanum ins Zahnfleisch. Laudanum war damals ein gängiges Mittel: in Alkohol gelöstes Opium. Er nahm es gegen Schmerzen im Kiefer.

Dann trank er Wasser aus dem Krug, der neben seinem Bett stand.

Wenige Minuten später stand er an seiner Tür und schrie nach heißem Wasser.

Die Nacht der Ärzte

Das Hausmädchen hörte ihn und lief zur Gesellschafterin.

Charles erbrach sich. Er erbrach sich aus dem Fenster auf das Dach darunter und dann in eine Schüssel. Die Gesellschafterin ließ die Schüssel wegbringen und auswaschen.

Sie rührte Senf in Wasser und gab es ihm zu trinken, damit er weiter erbrach. Sie stellte seine Füße und Hände in heißes Senfwasser. Dann schickte sie einen Diener nach Florences eigenem Arzt, der in einem Nachbarviertel wohnte.

Florence wachte auf. Als sie begriff, wie krank ihr Mann war, ließ sie auch den nächsten Arzt holen, aus Balham selbst.

Dieser Arzt kam gegen 22:30 Uhr. Charles war da schon bewusstlos. Florences Arzt kam kurz danach.

Beide vermuteten von Anfang an Gift. Auf ihre Bitte schickte Florence ins Zentrum Londons nach einem Verwandten von Charles, einem Chirurgen aus der Harley Street, der Straße der führenden Ärzte der Stadt. Er kam um 02:30 Uhr nachts, zusammen mit einem weiteren angesehenen Arzt.

Da erzählte die Gesellschafterin den Ärzten etwas Neues. Sie sagte, als sie zuerst zu ihm gekommen sei, habe Charles zu ihr gesagt: "Ich habe Gift genommen. Sagen Sie es Florence nicht."

3 Tage

Etwa 2 Stunden nachdem die Ärzte mit der Behandlung begonnen hatten, kam Charles zu sich.

Die nächsten 2 Tage blieb er bei Bewusstsein und meist bei klarem Verstand.

Die Ärzte fragten ihn immer wieder, was er genommen habe. Jedes Mal gab er dieselbe Antwort: nur das Laudanum, ins Zahnfleisch gerieben. Laudanum konnte nicht erklären, was sie sahen.

Er litt furchtbare Schmerzen. Am Mittwoch, 19. April, diktierte er seinem Verwandten, dem Chirurgen, ein Testament. Er hinterließ alles seiner Frau. Er bat sie auch, gut zu einem kleinen Mädchen zu sein, das er vor der Ehe gezeugt hatte.

Am Nachmittag des Donnerstags, 20. April, kam der berühmteste Arzt Englands ins Haus: einer der Leibärzte der Königin. Er blieb 2 Stunden am Bett.

Er sagte Charles offen, dass er sterbe und sagen müsse, was er genommen habe. Charles gab dieselbe Antwort: Laudanum, sonst nichts.

Später schilderte der königliche Leibarzt unter Eid seinen Eindruck. Der Mann im Bett, sagte er, habe sich nicht verhalten wie jemand, der glaubt, ermordet zu werden.

Florence schlug vor, einen Geistlichen zu rufen. Charles lehnte ab. Seine Familie betete am Bett das Vaterunser.

Charles Bravo starb am Freitag, 21. April 1876, um 5:30 Uhr morgens. Er hatte etwa 54 Stunden gelitten.

In dieser ganzen Zeit sagte er nie, wie das Gift zu ihm gelangt war.

Was der Körper zeigte

Ein Arzt nahm die Obduktion vor. Ein Chemieprofessor untersuchte den Magen und das Erbrochene, das man vom Dach gesammelt hatte.

Das Ergebnis war eindeutig. Charles hatte zwischen 1,3 und 2,6 Gramm Antimon geschluckt, in Form eines Salzes namens Brechweinstein. Eine Londoner Wochenzeitung schrieb damals, die gefundene Menge hätte gereicht, um 10 Menschen zu töten.

Brechweinstein war ein weißes Pulver, das sich in Wasser löst und fast nicht schmeckt. Ärzte gaben winzige Mengen davon, um Patienten zum Erbrechen zu bringen. Stallknechte verwendeten es bei Pferden.

Nach einer Quelle wurde im ganzen Haus kein Antimon aufbewahrt.

Die meisten Darstellungen des Falls kommen zu dem Schluss, dass das Gift in dem Wasser war, das er in seinem Zimmer trank.

**An diesem Punkt hängt der ganze Fall: Eine große Menge Gift gelangte in das Wasser neben seinem Bett, und von hier an konnte nie jemand beweisen, wer es hineingetan hat, oder ob er es selbst war.**

Wer im Haus lebte

Um den Verdacht zu verstehen, muss man die Menschen im Priory kennen.

Florence stammte aus einer sehr reichen Familie. Ihr Vater hatte sein Vermögen in Australien gemacht.

Mit 19 heiratete sie einen jungen Armeeoffizier. Er trank schwer und schlug sie. Sie verließ ihn, und 1871 starb er in einem Hotel in Deutschland. Sie erbte von ihm ein großes Vermögen.

Dann begann sie eine Liebesaffäre mit einem berühmten Arzt. Er leitete eine mondäne Wasserkur-Klinik und war fast 40 Jahre älter als sie. Er war verheiratet, lebte aber seit Jahrzehnten von seiner Frau getrennt. Die Affäre war ein Skandal, und Florences eigene Familie brach deswegen mit ihr.

Die Affäre endete, als sie einwilligte, Charles zu heiraten, im Dezember 1875. Doch der alte Arzt wohnte weiterhin in der Nähe.

Ein Gesetz von 1870 erlaubte verheirateten Frauen, ihr eigenes Geld zu behalten. Florence behielt ihres. Für Charles, einen Anwalt mit Schulden und bescheidenem Einkommen, war das ein ständiger Grund zum Zorn. Er drängte sie zu sparen: weniger Diener, weniger Pferde.

Eine der Personen, die er streichen wollte, war die Gesellschafterin. Sie war Witwe mit 3 kleinen Söhnen und lebte von dem Geld, das Florence ihr zahlte. In den Wochen vor seinem Tod hatte Charles laut überlegt, ob sie sich die Frau noch leisten könnten.

Und es gab noch eine Person: den Kutscher. Kurz nach der Hochzeit entließ Charles ihn, nach einer Quelle wegen unvorsichtigen Fahrens. Der Kutscher benutzte Brechweinstein bei seiner Arbeit, für die Pferde. Im Dezember 1875 hörte man ihn in einem Londoner Pub über seinen neuen Herrn sagen, der werde keine 4 Monate mehr leben.

Charles starb 4 Monate später.

Die ersten Stunden waren verloren

Nun zur Ermittlung. Sie begann schlecht, und vieles, was die Frage hätte beantworten können, war verschwunden, bevor jemand danach suchte.

Die Schüssel, in die er sich erbrochen hatte, wurde noch in derselben Nacht ausgewaschen. Das Glas neben dem Bett wurde geleert. Die Weinflaschen vom letzten Abendessen wurden ausgewaschen.

Ein erfahrener Kriminalbeamter von Scotland Yard, dem Hauptquartier der Londoner Polizei, übernahm den Fall. Er durchsuchte das Haus. Er fand nirgends Antimon. Er fand Laudanum, und er fand Chloroform, ein weiteres Mittel, das Charles gegen Gesichtsschmerzen nahm.

Er sammelte 13 leere Weinflaschen ein. 4 weitere waren bereits an den Weinhändler zurückgegangen.

Nach einer Quelle befragte die Polizei Florence und ihre Gesellschafterin erst 8 Tage nach dem Tod.

Der Beamte verhörte wochenlang den Haushalt und das ganze Umfeld. Er rekonstruierte den Abend Minute für Minute. Am Ende schrieb er, es sei nichts gefunden worden, was zeige, auf welche Weise der Verstorbene zu Tode gekommen sei.

Die erste Untersuchung

In England kam ein plötzlicher, unerklärter Tod vor eine amtliche Leichenschau-Untersuchung, den "Inquest": eine Anhörung vor einem Coroner und einer Jury, die entscheiden, wie ein Mensch gestorben ist.

Die erste Untersuchung begann am 25. April 1876, 4 Tage nach dem Tod. Sie fand im Priory selbst statt, im Esszimmer, auf Florences Wunsch. Der Jury wurden Erfrischungen gereicht.

Florence wurde nicht als Zeugin geladen.

Die Jury stellte fest, dass Charles vergiftet worden war, konnte aber nicht sagen, wie. Die meisten Quellen nennen das ein offenes Urteil. Eine Quelle spricht von einem Unglücksfall.

Der Fall hätte hier enden können. Er endete nicht.

Der Druck wächst

Charles' Familie wollte nicht glauben, dass er sich das Leben genommen hatte. Sein Stiefvater und seine Freunde beharrten darauf, dass er nicht so ein Mensch gewesen sei.

Einer der Ärzte, die an seinem Bett gesessen hatten, sprach mit der Presse. Seiner Meinung nach, sagte er, habe Charles das Gift nicht wissentlich genommen.

Die Zeitungen stürzten sich auf die Geschichte. Jede Woche brachte neue Gerüchte über die junge reiche Witwe, ihre Gesellschafterin und den alten Arzt.

Am 2. Juni gaben beide Frauen ihren Anwälten neue schriftliche Aussagen. Die Gesellschafterin änderte darin ihre Version. Jetzt sagte sie, Charles habe ihr erzählt, er habe das Gift "wegen" des alten Arztes genommen, also wegen Florences Affäre mit ihm.

Damit wurde aus einer stillen Familientragödie ein nationaler Skandal.

Der oberste Rechtsberater der Regierung, der Attorney General, wandte sich an den High Court. Am 19. Juni hob das Gericht die erste Untersuchung auf und ordnete eine neue an.

Die zweite Untersuchung

Die zweite Untersuchung begann am 11. Juli 1876. Diesmal reichte das Priory nicht aus. Sie fand im Billardsaal des Bedford Hotel statt, eines großen Pubs in Balham.

Sie dauerte bis zum 11. August, einen ganzen Monat. Die Quellen sind uneins, an wie vielen Tagen tatsächlich verhandelt wurde; die meisten nennen 23. Mehr als 40 Zeugen sagten aus.

Die Gesellschafterin wurde 5 Tage lang befragt. Ihre Geschichte änderte sich ständig. Einmal sagte sie, Charles habe gestanden, das Gift selbst genommen zu haben. Später sagte sie, er habe es bestritten.

Als Florence an der Reihe war, mussten Frauen und Kinder den Saal verlassen.

Ein Anwalt der Familie Bravo befragte sie eingehend über die Affäre mit dem alten Arzt. Sie gab sie zu. Sie brach 3 Mal in Tränen aus und bat den Coroner, sie vor den Fragen zu schützen.

Sie sagte, sie glaube nicht, dass ihr Mann sich das Leben genommen habe. Sie gab auch zu, ihn am Ende nicht mehr geliebt zu haben.

Auch der alte Arzt sagte aus. Die Affäre bestritt er nicht. Jede Verbindung zum Gift bestritt er.

Auch der entlassene Kutscher wurde geladen. Auf seine Vorhersage im Pub angesprochen, sagte er, sie habe auf einem Gerücht beruht, Charles sei von einem Hund gebissen worden.

Die Zeitungen druckten jedes Wort. Ein führendes Blatt nannte Florence eine Ehebrecherin und Trinkerin.

Was die Jury entschied

Am Freitag, 11. August 1876, verkündete die Jury ihr Urteil.

Charles Bravo hatte sich nicht selbst getötet. Er war nicht durch einen Unfall gestorben. Er war vorsätzlich ermordet worden, mit Brechweinstein.

Aber, sagte die Jury, es gebe nicht genug Beweise, um die Schuld irgendeiner Person oder irgendwelchen Personen zuzuweisen.

Niemand wurde je verhaftet. Niemand wurde je angeklagt. Vor dem Gesetz starb jeder, der mit dem Fall zu tun hatte, unschuldig.

Wo der Fall heute steht

Der Fall wurde nie gelöst, und vor Gericht wird er nie mehr gelöst werden. Alle Beteiligten sind seit über 100 Jahren tot.

Die Gründe lagen schon damals offen. Schüssel, Glas und Flaschen wurden ausgewaschen, bevor die Polizei kam. Niemand fand heraus, woher das Gift stammte, und niemand sah, wie jemand es kaufte. Die einzigen Worte, die Charles darüber sprach, "Ich habe Gift genommen", kennen wir nur von einer einzigen Zeugin, der Gesellschafterin, die ihre Aussage mehr als einmal änderte.

Und das Opfer selbst, 2 Tage bei Bewusstsein und von 6 Ärzten befragt, hat es nie erklärt.

Was danach aus den Menschen im Haus wurde, ist bekannt.

Florence ließ die Möbel versteigern und verließ das Priory. Im April 1877 zog sie nach Southsea, einer Küstenstadt im Süden Englands, unter dem Geburtsnamen ihres Mannes, Turner. Sie trank schwer und starb dort im September 1878, mit 33 Jahren. Die Quellen nennen den 17. oder den 24. September.

Der alte Arzt verlor sein Ansehen in der Gesellschaft und in der Medizin. Er starb 1883.

Die Gesellschafterin ging zurück nach Jamaika, wo ihre Familie Besitz hatte, und kehrte später nach England zurück. Sie starb 1913.

Die Verdächtigen und die Theorien

Dies sind Theorien aus dem dokumentierten Material. Keine wurde je bewiesen. Keiner dieser Menschen wurde je wegen irgendetwas angeklagt, und für jeden von ihnen gilt die Unschuldsvermutung.

**Florence war es.** Sie hatte ein Motiv: einen Mann, der hart mit ihr umging, der über ihr Geld bestimmen wollte und mit dem sie in 4 Monaten 2 Schwangerschaften verloren hatte. Ein britischer Autor vertrat das in einem Buch von 2001, "Death at the Priory" ("Tod im Priory"), und vermutete, sie habe eine weitere Schwangerschaft gefürchtet. Das Problem: Nichts hat sie je mit dem Gift in Verbindung gebracht, und der Krug stand in seinem Zimmer, nicht in ihrem.

**Die Gesellschafterin war es.** Sie stand kurz davor, ihr Zuhause und ihr Einkommen zu verlieren. Sie bewegte sich frei im Haus. Sie ließ die Schüssel auswaschen, und ihre Geschichte änderte sich so, dass der Verdacht auf Florence fiel. Das Problem: Niemand fand bei ihr je Antimon. Der Verdacht gegen sie beruht auf ihrem Verhalten, nicht auf Beweisen.

**Der alte Arzt war es.** Er liebte Florence noch immer und kannte sich als Arzt mit Giften aus. Nach einer Quelle verdächtigte ihn die Krimiautorin Agatha Christie. Das Problem: Er war in jener Nacht nicht im Haus. Und ein Arzt hätte kaum ein so leicht nachweisbares Gift gewählt.

**Der entlassene Kutscher war es.** Er hatte einen Groll, er gab Pferden Brechweinstein, und er hatte den Tod vorhergesagt. Das Problem: Nichts brachte ihn ins Haus, und die Polizei ließ die Idee bald fallen.

**Charles nahm sich das Leben.** Polizei und erster Coroner neigten anfangs dazu. Das Problem: Er zeigte kein Zeichen, dass er sterben wollte, und wer sterben will, wählt kein so langsames und qualvolles Gift.

**Es war ein Unfall.** Eine Version, vorgestellt in der BBC-Doku-Drama-Reihe "A Most Mysterious Murder" ("Ein höchst rätselhafter Mord"), besagt, dass die Flaschen mit Laudanum und mit Antimon sich geähnelt haben könnten. Eine düsterere Version, von einigen späteren Forschern vorgebracht: Charles selbst habe Florence heimlich kleine Mengen Brechweinstein gegeben und in jener Nacht versehentlich eine große Menge geschluckt, oder sie genommen im Glauben, es sei ein harmloses Brechmittel. Das Problem: Es gibt keinen direkten Beweis, dass er das Gift je gekauft oder jemandem gegeben hat.

150 Jahre später ist die Frage dieselbe, vor der die Jury 1876 stand. Das Gift war im Wasser neben seinem Bett. Niemand hat je gezeigt, wer es hineingetan hat.

Hat Ihnen dieser Fall gefallen? Jeden Freitag die neuen Fälle der Woche – kostenlos per E-Mail.
Eine E-Mail pro Woche. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Artikel teilen:

Leserkommentare (0)
Nur aktive Abonnenten mit bestätigter Zahlung können Kommentare schreiben. Voller Zugang