EIN REALER FALL
Umstritten

Das grüne Fahrrad und die Kugel auf der Straße

2026-10-18 · · Ungeklärte Verbrechen · 13 Min. Lesezeit

Am Samstag, dem 5. Juli 1919, gegen halb 7 am Abend, stieg Bella Wright auf ihr Fahrrad.

Sie war 21. Sie wohnte bei ihren Eltern in einem kleinen Dorf gleich östlich von Leicester, einer Stadt in der Mitte Englands, etwa 160 km nördlich von London.

Sie war das älteste von 7 Kindern. Mit 12 hatte sie die Schule verlassen, als Dienstmädchen in fremden Häusern gearbeitet und war dann in eine Gummifabrik gewechselt. Jeden Tag fuhr sie mit dem Rad zur Arbeit und zurück.

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Sie hatte einen Freund, der bei der Marine auf See war. Der Krieg war seit 8 Monaten vorbei, und das Land war voller junger Männer, die nach Hause kamen.

An diesem Abend wollte sie ihren Onkel besuchen. Er wohnte in einem Dorf namens Gaulby, etwa 7 km entfernt, über schmale Feldwege.

Irgendwo unterwegs gesellte sich ein Mann auf einem Fahrrad zu ihr.

Er war Mitte dreißig, mit grau werdendem Haar. Sein Fahrrad war ungewöhnlich. Es war grün lackiert, der Lenker war nach oben gebogen, und es hatte eine Bremse, die man durch Rückwärtstreten betätigte.

Später sagte er, sie hätten sich zufällig auf der Straße getroffen, und er habe angehalten, um ihr mit einem wackelnden Vorderrad zu helfen.

Gegen Viertel vor 8 erreichte sie das Haus ihres Onkels. Der Mann ging nicht hinein. Er wartete draußen.

Der Onkel und ein weiterer Verwandter sahen ihn dort. Dem Onkel gefiel der Mann nicht.

Gegen 9 Uhr kam sie wieder heraus. Die Quellen nennen 8:50 oder 9:00 Uhr.

Die Leute im Haus hörten, wie der Mann sie begrüßte. Er sagte etwas wie: "Bella, du warst aber lange."

Sie fuhren zusammen weg.

Um 9:20 Uhr fand ein Bauer sie auf einem einsamen Stück einer alten Römerstraße, etwa 3 km vom Haus des Onkels entfernt. Sie lag neben ihrem Fahrrad auf der Straße. Gesicht und Kopf waren voller Blut. Sie war tot.

Niemand konnte damals oder später sagen, was genau in diesen 20 oder 30 Minuten geschah.

In einem Satz: Eine junge Frau fuhr mit einem Fremden auf einem grünen Fahrrad vom Haus ihres Onkels fort, eine halbe Stunde später lag sie tot auf der Straße, und die Polizei musste herausfinden, wie sie starb und wer dafür verantwortlich war.

Der Polizist, der zurückkehrte

Der Bauer holte Hilfe. Sie kam vom Dorfpolizisten, dem einzigen Polizisten der Gegend. Der Polizist rief einen Arzt.

Inzwischen wurde es dunkel. Der Arzt untersuchte die Tote bei Kerzenlicht.

Er sah viel Blut an Gesicht und Kopf und ein Fahrrad auf der Straße. Er schloss, dass sie gestürzt war, sich den Kopf angeschlagen hatte und verblutet war.

Es sah nach einem Unfall aus. Die Tote wurde für die Nacht in ein leeres Haus in der Nähe gebracht.

In den meisten Fällen wäre die Geschichte hier zu Ende gewesen. Ein trauriger Unfall auf einer Landstraße, ein kurzer Bericht, eine Beerdigung.

Doch der Polizist gab keine Ruhe. Am nächsten Morgen um 6 Uhr ging er allein zurück zur Straße und suchte den Boden ab.

Etwa 5 Meter von der Stelle, an der die Tote gelegen hatte, fand er eine Kugel. Ein Pferdehuf hatte sie in den Schlamm gedrückt. Es war eine große Kugel, wie sie ein schwerer Armeerevolver verschießt.

Dann ging er in das leere Haus und wusch ihr das getrocknete Blut aus dem Gesicht.

Unter dem linken Auge war ein kleines Loch.

Sie war nicht vom Fahrrad gestürzt. Man hatte ihr in den Kopf geschossen.

Die Obduktion bestätigte es. Die Kugel war unter dem linken Auge eingedrungen und am Hinterkopf ausgetreten. Die Ärzte schätzten, dass aus etwa 2 Metern Entfernung geschossen worden war.

Der Vogel am Gatter

Neben der Stelle, an der sie starb, war ein Gatter zu einem Feld.

Auf dem Gatter und auf dem Boden zwischen Gatter und Leiche waren Blutspuren. Späteren Berichten zufolge waren es die Spuren eines Vogels, der ein Dutzend Mal hin und her gelaufen war.

Im Feld hinter dem Gatter lag eine tote Krähe.

Der Polizist erklärte das einfach: Ein Vogel hatte vom Blut getrunken und war zwischen Leiche und Gatter hin und her gelaufen. So sagte er es auch vor Gericht.

Doch bei der amtlichen Untersuchung der Todesursache brachte ein Waffenexperte eine andere Möglichkeit ins Spiel. Er hielt es für möglich, dass auch die Krähe erschossen worden war.

Hatte er recht, dann hatte an diesem Abend jemand auf diesen Feldern geschossen. Die tödliche Kugel könnte von jemandem stammen, der die junge Frau nie gesehen hatte.

Diese Frage wurde nie geklärt. Die Geschworenen im Prozess erfuhren gar nichts davon.

Ein Mann, den niemand fand

Jetzt hatte die Polizei einen Mord. Sie hatte eine Kugel, aber keine Waffe. Und sie hatte eine Beschreibung: ein Mann um die 35 auf einem grünen Fahrrad.

Die Beschreibung erschien in lokalen und landesweiten Zeitungen. Das Fahrrad wurde genau beschrieben: ein Herrenrad mit 3 Gängen, grünem Rahmen, schwarzen Schutzblechen, hochgebogenem Lenker, Rücktrittbremse und einem Ledersattel einer bekannten Marke.

Es war kein gewöhnliches Fahrrad. Die Polizei war sicher, dass jemand es erkennen würde.

Niemand meldete sich.

Eine wichtige Sache erfuhr die Polizei doch. Am selben Abend, etwa 3 Stunden vor dem Schuss, waren 2 Mädchen von 14 und 12 Jahren in derselben Gegend Rad gefahren. Sie berichteten, ein Mann auf einem grünen Fahrrad sei ihnen gefolgt und habe sie belästigt.

Auch ein Fahrradmechaniker in Leicester erinnerte sich an so ein grünes Rad und an einen Kunden, der es gebracht hatte.

Doch nichts davon führte zu einem Namen. Der Mann mit dem grünen Fahrrad war in der Stadt verschwunden.

Der Sommer verging. Dann der Herbst. Dann der Winter.

**7 Monate lang hatten die Ermittler eine Kugel, eine Beschreibung und 2 verängstigte Mädchen, aber keinen einzigen Verdächtigen.**

Das Seil im Kanal

Nun half der Zufall.

Am 23. Februar 1920 fuhr ein Schiffer einen mit Kohle beladenen Lastkahn durch den Kanal, der durch Leicester führt. Damals zog ein Pferd, das am Ufer lief, den Kahn an einem langen Seil.

Irgendwann erschlaffte das Seil und tauchte ins Wasser. Als es sich wieder hob, hing etwas daran.

Es war der Rahmen eines Fahrrads. Er war grün.

Die Polizei suchte den Kanal an dieser Stelle ab und holte weitere Teile heraus. Das Fahrrad war zerlegt worden, bevor man es ins Wasser warf.

Jemand hatte auch versucht, seine Herkunft zu verwischen. Die Seriennummer, die jede Fabrik in ihre Fahrräder schlägt, war vom Rahmen abgefeilt. Der Herstellername war abgekratzt.

Doch wer das getan hatte, übersah eine Stelle. An einem verdeckten Teil des Fahrrads war noch eine Nummer lesbar. Wo genau, darüber sind die Quellen uneins. Die meisten nennen die Innenseite der Vorderradgabel. Eine nennt den Lenkervorbau.

Diese eine Nummer genügte.

Die Ermittler gingen damit zu den Unterlagen des Herstellers. Die Unterlagen führten zu einem Fahrradgeschäft in einer anderen Stadt, etwa 40 km entfernt. Und die Bücher des Geschäfts zeigten, dass das Fahrrad im Mai 1910, 9 Jahre vor dem Mord, an einen Mann namens Ronald Light verkauft worden war.

Am 19. März gab der Kanal noch mehr frei. Aus demselben Wasser holte die Polizei ein Revolverholster der Armee. Dabei lagen 12 scharfe Patronen, vom selben großen Typ wie die Kugel von der Straße.

Das Holster wurde als eines identifiziert, das Ronald Light in der Armee ausgegeben worden war.

Den Revolver selbst fand man nie.

Der Mann mit dem grünen Fahrrad

Ronald Light war 34. Er hatte im Krieg in der Armee gedient und war 1919 entlassen worden. Mehreren Berichten zufolge kam er mit einem Kriegstrauma und teilweise taub nach Hause.

Er wohnte in Leicester bei seiner verwitweten Mutter.

Anfang 1920 hatte er die Stadt verlassen, um an einem Internat in einem anderen Teil Englands, etwa 120 km entfernt, Mathematik zu unterrichten. Er war seit 2 Monaten dort.

Am 4. März 1920 kam die Polizei in die Schule und nahm ihn fest.

Beim Verhör bestritt er alles. Er sagte, er habe nie ein grünes Fahrrad besessen. Er sagte, er habe die junge Frau nie getroffen.

Beide Aussagen erwiesen sich bald als falsch.

Bellas Onkel und sein Verwandter erkannten ihn. Ebenso die 2 Mädchen, die sagten, er sei ihnen gefolgt. Ebenso der Fahrradmechaniker.

Auch das Dienstmädchen seiner Mutter machte eine Aussage. Sie sagte, er sei am Abend des 5. Juli gegen 10 Uhr nach Hause gekommen, viel später als erwartet, und habe gesagt, sein Fahrrad sei kaputtgegangen.

Außerdem kam heraus, dass das Fahrrad nach der Tat noch Monate im Haus stand. Im Herbst 1919 feilte er die Nummern ab, brachte es zu einer Brücke über den Kanal und warf es Stück für Stück ins Wasser. Ein Arbeiter in der Nähe sah das und erzählte es später der Polizei.

Er wurde des Mordes angeklagt.

Das muss klar gesagt werden: Für den Angeklagten galt die Unschuldsvermutung, und die Geschworenen sprachen ihn später frei.

Der Prozess in der Burg

Der Prozess begann am 8. Juni 1920 im alten Gerichtssaal der Burg von Leicester. Er dauerte 5 Tage.

Die Anklage führte der ranghöchste Jurist der Regierung. Die Verteidigung führte der berühmteste Strafverteidiger Englands jener Zeit, bekannt dafür, Fälle zu gewinnen, die verloren schienen.

Die Anklage war einfach.

Der Angeklagte war der Letzte, der mit ihr gesehen wurde. Er hatte einen schweren Armeerevolver besessen und Munition vom selben Typ wie die tödliche Kugel. Er hatte die Polizei in allem belogen. Er hatte sein Fahrrad zerlegt, die Nummern abgefeilt und es samt Holster in den Kanal geworfen. Unschuldige, so die Anklage, verhalten sich nicht so.

Dann tat die Verteidigung etwas, das damals noch ungewöhnlich war. Sie rief den Angeklagten in den Zeugenstand und ließ ihn seine eigene Geschichte erzählen.

Er gab fast alles zu.

Ja, er hatte sie auf der Straße getroffen. Ja, er war mit ihr zum Haus des Onkels gefahren und hatte draußen gewartet. Ja, sie waren zusammen weggefahren.

Aber, sagte er, kurz danach hätten sie sich an einer Kreuzung getrennt. Sie sei ihren Weg gefahren, er zurück Richtung Leicester. Spät nach Hause gekommen sei er, weil sein Fahrrad unterwegs Probleme machte.

Er sagte, er habe sie nie "Bella" genannt. Er habe ihren Namen gar nicht gekannt.

Warum hatte er gelogen? Als er in der Zeitung von ihrem Tod las, sagte er, sei er in Panik geraten. Seine Mutter sei alt und krank gewesen, und er habe gefürchtet, was ein Skandal ihr antun würde. Also schwieg er. Und als er einmal geschwiegen hatte, schien es zu spät zum Reden, also schaffte er das Fahrrad fort.

Das Kreuzverhör dauerte 5 Stunden. Laut den Prozessberichten widersprach er sich kein einziges Mal.

Dann wandte sich der Verteidiger der Kugel zu.

Er erinnerte die Geschworenen daran, dass die Kugel auf der Straße lag, nicht im Körper. Niemand konnte beweisen, aus welcher Waffe sie stammte. Vielleicht, deutete er an, kam sie von weit her. Ein verirrter Schuss, vielleicht ein Querschläger, vielleicht jemand, der auf Vögel schoss. So ein Schuss wäre ein tragischer Unfall, kein Mord.

Und er stellte die Frage, auf die die Anklage keine Antwort hatte: Warum?

Die beiden kannten sich vor diesem Abend nicht. Sie wurde nicht beraubt. Sie wurde nicht angegriffen. Niemand konnte irgendeinen Grund nennen, warum er sie hätte töten wollen.

Am 12. Juni 1920 zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurück. Sie blieben etwa 3 Stunden weg.

Das Urteil lautete: nicht schuldig.

Im Saal wurde applaudiert.

Nach damaligem englischem Recht durfte er für ihren Tod nie wieder vor Gericht gestellt werden.

Was die Ermittlung richtig machte und wo sie scheiterte

Rückblickend hatte diese Ermittlung eine seltsame Form.

Sie begann mit einem Fehler. Ein Arzt, der bei Kerzenlicht arbeitete, hielt es für einen Unfall. Wäre der Dorfpolizist nicht um 6 Uhr morgens zurückgegangen, wäre die Kugel im Schlamm geblieben. Und Bella Wright wäre als junge Frau in die Akten eingegangen, die vom Fahrrad fiel.

Dann kam sie völlig zum Stillstand. 7 Monate lang brachte eine genaue Beschreibung eines ungewöhnlichen Fahrrads nichts, obwohl sein Besitzer die ganze Zeit in derselben Stadt lebte.

Gerettet wurde sie schließlich von einem Pferd, einem Seil und einem Kohlekahn.

Am Ende waren alle Beweise nur Indizien. Es gab keine Waffe. Niemand hatte den Schuss gesehen. 1920 gab es keine Möglichkeit, eine Kugel ohne die Waffe selbst einer bestimmten Waffe zuzuordnen.

Was die Polizei ohne jeden Zweifel bewies, war, dass er gelogen und Beweise vernichtet hatte.

Die Geschworenen entschieden, dass Lügen nicht dasselbe ist wie Töten.

Nach dem Urteil

Er verließ Leicester. Eine Zeit lang lebte er unter einem anderen Namen. Im Dezember 1920 erhielt er eine Geldstrafe, weil er sich in einem Hotel unter falschem Namen eingetragen hatte.

Ende der 1920er-Jahre lebte er am Meer in der Grafschaft Kent, im Südosten Englands. 1934 heiratete er eine Witwe. Er starb 1975 im Alter von 89 Jahren.

Seine Stieftochter sagte später, sie habe von dem Prozess erst nach seinem Tod erfahren.

Bella Wright wurde auf dem Kirchhof ihres Heimatdorfs begraben.

Jahrzehnte später berichteten Forscher, die alte Akten durchsahen, von weiteren Dokumenten über seine Vergangenheit. Sie beschrieben Schwierigkeiten in seiner Jugend, darunter den Vorwurf ungebührlichen Verhaltens gegenüber einem Mädchen, und eine Stelle, die er vor dem Krieg verloren hatte. Die Geschworenen wussten davon nichts. Nichts davon wurde je vor Gericht geprüft, und er wurde für nichts davon je verurteilt.

Die Forscher fanden auch eine Notiz, die ein hoher Polizeibeamter 3 Tage nach dem Urteil geschrieben haben soll. Laut der Notiz gestand ihm der Angeklagte in der Untersuchungshaft, der Revolver sei versehentlich losgegangen, als er ihn ihr zeigte.

Ob die Notiz echt ist und ob dieses Gespräch je stattfand, wurde nie bewiesen.

**Hier endet, was belegt ist: Eine junge Frau wurde auf einer Landstraße erschossen, der Mann, der mit ihr davonfuhr, log und zerstörte sein Fahrrad, Geschworene sprachen ihn frei, und niemand sonst wurde je angeklagt.**

Schlussfolgerungen und offene Fragen

Mehr als 100 Jahre später gibt es 4 Haupterklärungen. Keine passt zu allem.

**Er erschoss sie absichtlich.** Die Belege: Er war der Letzte, der mit ihr gesehen wurde. Er besaß die passende Waffe und Munition. Die 2 Mädchen sagten, er habe sie am selben Abend belästigt. Und sein Verhalten danach war das eines Mannes, der etwas verbirgt. Eine Autorin, die den Fall 1993 untersuchte, hielt ihn für schuldig und meinte, die Geschworenen seien von seiner Bildung und seinem Stand beeinflusst worden. Das Problem: Niemand konnte ein Motiv zeigen, und niemand sah den Schuss. Geschworene hörten alle Beweise und sprachen ihn frei, und vor dem Gesetz ist er unschuldig.

**Der Revolver ging versehentlich los.** Die Belege: Die Polizeinotiz beschreibt genau das. Er zeigte ihr den Revolver, und der Schuss löste sich. Das würde einen Schuss aus 2 Metern erklären und ebenso die Panik, die Lügen und das zerstörte Fahrrad. Das Problem: Die Echtheit der Notiz ist umstritten. Öffentlich hat er das nie gesagt, und er bestritt stets, sie getötet zu haben.

**Ein verirrter Schuss aus der Ferne.** Die Belege: Das war das Argument der Verteidigung, und es hatte einen gewissen Halt. Es gab die tote Krähe und einen Waffenexperten, der glaubte, sie sei vielleicht erschossen worden. Dann hätte an diesem Abend jemand auf den Feldern geschossen. Das Problem: Ein Zufallsschuss aus der Ferne, der ausgerechnet eine Radfahrerin am Kopf trifft, ausgerechnet in der halben Stunde nach dem Besuch beim Onkel, wäre ein außergewöhnlicher Zufall. Und nie hat jemand gesagt, er habe an diesem Abend dort geschossen.

**Ein ganz anderer Täter.** Die Belege: Er sagte, sie hätten sich an einer Kreuzung getrennt, und niemand hat je das Gegenteil bewiesen. Ein Buch von 1930 hielt ihn für unschuldig. Das Problem: Ein anderer Verdächtiger wurde nie gefunden. Kein anderer Mann wurde mit ihr gesehen, und niemand sonst auf diesen Straßen in jener Nacht wurde je ermittelt.

Offen bleibt die eine Frage, die der verschwundene Revolver und die nie untersuchte Krähe hätten beantworten können: Fiel der Schuss aus 2 Metern oder von weit her, über die Felder?

Die Straße gibt es noch. Der einzige Mann, der diese Frage hätte beantworten können, starb 1975 und hat es nie getan.

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