EIN REALER FALL
Dokumentiert

Zehn von zwoelf ohne Namen: Die Torso-Morde von Cleveland

2026-09-09 · Menschen ohne Namen · 7 Min. Lesezeit

Am Nachmittag des 23. September 1935 rannten zwei Jungen den Hang hinunter, den man Jackass Hill nannte, am oestlichen Rand einer Schlucht namens Kingsbury Run, als einer von ihnen unten im Unkraut etwas Weisses sah. Es war die Leiche eines Mannes. Sie hatte keinen Kopf. Etwa dreissig Fuss entfernt lag eine zweite Leiche, ebenfalls ohne Kopf, aelter, die Haut verfaerbt und ledrig auf eine Weise, die der Leichenbeschauer spaeter auf ein chemisches Konservierungsmittel zurueckfuehrte. Die Koepfe fand man in der Naehe vergraben. Beide Maenner waren enthauptet worden, und in beiden Faellen war die Enthauptung die Todesursache, was bedeutet, dass sie lebten, als sie begann.

Kingsbury Run ist eine natuerliche Schlucht, die den Osten Clevelands durchschneidet und Eisenbahnlinien hinunter zum Cuyahoga River fuehrt. 1935 war sie ein Korridor aus Boeschungen, Gleisen, Unkraut und Baracken, und die Depression hatte sie mit Maennern gefuellt, die nirgendwo sonst hinkonnten. Es war ein Ort, an dem eine Leiche wochenlang liegen konnte. In den folgenden drei Jahren kehrte die Polizei immer wieder dorthin zurueck.

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