Eternal Flame Falls: das Feuer, das nicht brennen dürfte
Der Weg beginnt in einem unauffälligen Wald. Ein kleines Stück südlich von Buffalo im Bundesstaat New York führt ein Pfad hinab durch die Hemlocktannen des Chestnut Ridge Park, vorbei an den Farnen und dem nassen schwarzen Gestein, und folgt dem Shale Creek abwärts zu einer niedrigen Kaskade in einem Schutzgebiet, das sich den Namen des Bachs leiht. Es ist kein großer Wasserfall. Knapp neun Meter hoch, ein bescheidenes Wasserblatt, das sich über eine Kante aus dunklem Schiefer legt, die Art Ort, an dem ein Wanderer ohne zweiten Blick vorbeigeht. Bis auf eine Sache. Gehen Sie ganz heran, hocken Sie sich an den Fuß und schauen Sie in die flache Grotte, die das Wasser hinter dem fallenden Vorhang aus dem Fels gehöhlt hat, und Sie finden dort etwas, das nichts dort zu suchen hat: eine kleine goldene Flamme, etwa handhoch, die ruhig im Inneren des Wasserfalls brennt.
Feiner Nebel schlägt sich auf dem Stein ringsum nieder. Sprühwasser läuft am Fels herab und tropft von der Kante über dem Kopf. Die Flamme neigt sich im Zug, richtet sich auf und brennt weiter an dem, was vielleicht der ungastlichste Ort der Erde für ein Feuer ist, das bestehen will: nass, kalt, durchtränkt, auf allen Seiten von fallendem Wasser eingemauert. Menschen kommen seit Generationen, um sie anzusehen. Sie nennen sie die Ewige Flamme, und die Postkarten nennen sie eine der schönsten brennenden Quellen der Welt.
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