Dokumentiert

Frederick Valentich: der Pilot, der mitten im Satz verschwand

2026-06-16 · Spurlos verschwunden · 7 Min. Lesezeit

Der Himmel über der Bass-Straße war an jenem Samstagabend klar. Ein blasser Viertelmond, kaum eine Wolke, und die Lichter Melbournes verblassten hinter dem Leitwerk. Um 18:19 Uhr am 21. Oktober 1978 startete ein Zwanzigjähriger namens Frederick Valentich vom Flughafen Moorabbin in einer gemieteten einmotorigen Cessna 182L, Kennung VH-DSJ, und drehte nach Süden zur King Island. Es war eine Nachtnavigationsübung, etwas mehr als 125 Seemeilen über offenem Wasser. Er hatte rund 150 Stunden im Flugbuch, besaß eine einfache Instrumentenberechtigung und war die Strecke schon geflogen. Er hatte vorab Freunde auf King Island über Funk gebeten, die Bahnbeleuchtung einzuschalten, und hatte sie gebeten, ihm vier Langusten für den Heimflug beiseitezulegen.

An dem Vorhaben war nichts ungewöhnlich. Die Route war eine der üblichen Nachtausbildungsstrecken von Melbourne aus, und der Flugplan sah seine Rückkehr nach Moorabbin am selben Abend vor. In den ersten siebenundvierzig Minuten nach dem Start machte Valentich keinen Funkruf, der auf ein Problem hindeutete.

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