Dokumentiert

Der Spion in der Tasche: Der Tod, den Großbritannien zweimal gegensätzlich bewertete

2026-06-19 · Ungeklärte Todesfälle · 8 Min. Lesezeit

Am Nachmittag des 23. August 2010 betraten zwei Polizeibeamte die Dachgeschosswohnung in der Alderney Street 36 im Londoner Stadtteil Pimlico. Es war kurz vor fünf Uhr. Die Adresse war keine gewöhnliche Londoner Wohnung. Sie war eine Immobilie, die mit dem britischen Auslandsgeheimdienst verbunden war, ein diskreter Stützpunkt wenige Gehminuten vom MI6-Hauptquartier am Fluss entfernt, und der Mann, der dort lebte, hatte seit Tagen weder sein Telefon beantwortet noch sich am Arbeitsplatz gezeigt.

Im kleinen angrenzenden Badezimmer stand, in der Badewanne abgestellt, eine rote Sporttasche der Marke North Face. Sie war zugezogen und mit einem Vorhängeschloss gesichert, und das Schloss war von außen verschlossen. Darin lag, in einen Raum gefaltet, der niemals einen erwachsenen Mann hätte aufnehmen sollen, nackt, der Körper von Gareth Williams, einunddreißig Jahre alt, ein Mathematiker, der für das GCHQ Codes brach und an den britischen Auslandsgeheimdienst abgeordnet worden war. Der einzige kleine Schlüssel, der zu dem Schloss passte, lag in der Tasche, unter seinem Körper.

Möchten Sie die ganze Geschichte lesen?

Sie haben Ihre kostenlosen Artikel für diesen Monat aufgebraucht.

Schalten Sie alle 151 dokumentierten Ratsel frei - in 6 Sprachen, werbefrei.

Voller Zugang

Artikel teilen:

Leserkommentare (0)
Nur aktive Abonnenten mit bestätigter Zahlung können Kommentare schreiben. Voller Zugang