Globster: die Strandmonster, die sich als Wale entpuppten
Am Morgen des 30. November 1896 radelten zwei Jungen, Herbert Coles und Dunham Coretter, am Strand der Insel Anastasia bei St. Augustine in Florida entlang, als sie auf einen bleichen Fleischberg stießen, halb im Sand vergraben. Allein der sichtbare Teil maß etwa achtzehn Fuß in der Länge und sieben in der Breite, und der ortsansässige Arzt, der ihn am nächsten Tag erreichte — Dr. DeWitt Webb, Gründer der Historischen Gesellschaft von St. Augustine und der einzige Mensch mit akademischer Ausbildung, der ihn an Ort und Stelle untersuchte —, schätzte sein Gewicht auf fast fünf Tonnen. Er hatte keinen Kopf, keine Augen, keine Gliedmaßen, die irgendjemand hätte benennen können. Webb war überzeugt, es handle sich um den Körper eines gewaltigen Kraken, und schickte eine Gewebeprobe an den angesehenen Yale-Naturforscher Addison Verrill, der dem Ding im Februar 1897 einen lateinischen Namen gab: Octopus giganteus. Für einen Moment hatte die amerikanische Küste ein aktenkundiges Monster.
Es war nicht das letzte seiner Art. 1924 wurde bei Margate in Südafrika ein weißer, pelzig wirkender Kadaver angespült, später Trunko genannt, nachdem Zeugen behaupteten, ihn gegen Schwertwale kämpfen gesehen zu haben. Im August 1960 tauchte an einem abgelegenen Strand Tasmaniens eine noch größere Masse auf, etwa zwanzig Fuß breit und mit steifen Borsten bedeckt. 1962 gab der Zoologe Ivan T. Sanderson diesen Erscheinungen den Namen, der haften blieb: den Globster, einen Klumpen ohne erkennbare Vorder- oder Rückseite, ohne Knochen oder Organe.
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