Dokumentiert

Die Frau, die sich selbst auslöschte: Norwegens Isdal-Rätsel

2026-07-10 · Menschen ohne Namen · 2 Min. Lesezeit

An einem grauen Sonntag, dem 29. November 1970, machte ein Universitätsprofessor, der mit seinen beiden kleinen Töchtern wanderte, eine grausige Entdeckung im Isdalen — einem felsigen Tal vor den Toren Bergens, das die Einheimischen seit jeher das Tal des Todes nannten. Zwischen verkohlten Steinen lag die teilweise verbrannte Leiche einer Frau. Ihr Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit zerstört — und mehr als ein halbes Jahrhundert später weiß niemand, wer sie war.

Schon der Fundort gab Rätsel auf. Rund um die Leiche fand die Polizei Schlaftabletten, ein eingepacktes Essen, eine leere Likörflasche und geschmolzene Plastikbehälter. Aus ihrer Kleidung waren sämtliche Etiketten herausgeschnitten, von ihren Habseligkeiten alle Kennzeichnungen abgekratzt. Das sah nicht nach einem Unfall aus — sondern nach einem gezielt ausgelöschten Leben.

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