Dokumentiert

Der Junge aus dem Nichts: Das ungelöste Rätsel Kaspar Hauser

2026-05-20 · Menschen ohne Namen · 2 Min. Lesezeit

Am 26. Mai 1828 taumelte ein Jugendlicher durch die Straßen von Nürnberg. Er konnte kaum gehen, sprach nur wenige auswendig gelernte Sätze und hielt zwei Briefe umklammert, die an einen örtlichen Rittmeister adressiert waren. Als man ihm Feder und Papier reichte, schrieb er einen Namen: Kaspar Hauser.

Die Briefe vertieften das Rätsel nur. Der eine, angeblich von einem anonymen Pfleger, behauptete, der Junge sei seit 1812 in dessen Obhut gewesen und habe das Haus nie verlassen dürfen. Der zweite, als Zettel seiner Mutter ausgegeben, nannte als Geburtsdatum den 30. April 1812 und erklärte, sein Vater, ein Kavallerieoffizier, sei tot. Ermittler bemerkten verdächtige Ähnlichkeiten zwischen beiden Briefen, und viele Forscher vertraten die Ansicht, sie stammten aus derselben Hand.

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