Der Fall der Bleimasken: Zwei Männer, ein Hügel und ein Zettel, den niemand erklären kann
Am Nachmittag des 20. August 1966 stieß ein Junge, der auf dem Morro do Vintém — dem Vintém-Hügel — über der brasilianischen Stadt Niterói einen Drachen steigen ließ, im Gestrüpp auf zwei Leichen, die Seite an Seite lagen. Das Gelände war so unwegsam, dass die Polizei den Ort erst am folgenden Tag erreichte. Was sie dort fand, versucht Brasilien seither zu erklären.
Die Toten waren Miguel José Viana, 34, und Manoel Pereira da Cruz, 32, Elektroniktechniker aus der Stadt Campos dos Goytacazes. Beide trugen förmliche Anzüge und wasserdichte Mäntel — obwohl kein Regen sie gerechtfertigt hätte — und über den Augen jedes Mannes lag eine grob zugeschnittene Maske aus massivem Blei. Es gab keine Wunden, keine Kampfspuren, und das Geld steckte noch in ihren Taschen.
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