Umstritten

Feuer aus dem Fluss: Das ungelöste Rätsel der Naga-Feuerbälle

2025-10-14 · Signale & Geräusche · 2 Min. Lesezeit

In der letzten Nacht der buddhistischen Fastenzeit, meist Ende Oktober, säumen Hunderttausende die Ufer des Mekong in der thailändischen Provinz Nong Khai und starren auf das dunkle Wasser. Dann beginnt es: Kleine rötlich leuchtende Kugeln steigen lautlos aus dem Fluss auf, klettern Dutzende, manchmal Hunderte Meter in den Nachthimmel und verschwinden — ohne Rauch, ohne Geräusch, ohne herabfallende Reste.

Die Einheimischen nennen sie Bang Fai Phaya Nak — die Feuerbälle des Naga, der riesigen Schlange, die der Überlieferung nach im Mekong lebt. In der lokalen buddhistischen Tradition sind die Lichter der Gruß der Schlange an Buddha, der am Ende der Fastenzeit auf die Erde zurückkehrt. Die gemeldeten Zahlen reichen von einer Handvoll bis zu Tausenden in einer einzigen Nacht, die Größen von winzigen Funken bis zu glühenden Kugeln, die mit Basketbällen verglichen werden. Der Bezirk Phon Phisai ist der berühmteste Beobachtungsort — dort reichen die Sichtungen Generationen zurück.

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