Die Nazca-Linien: Eine Botschaft in den Wüstenboden geschrieben — aber für wen?
Vom Boden aus ist die Pampa von Nazca einer der leersten Orte der Erde: eine rotbraune Ebene aus Stein und Grus, die sich zwischen den Ausläufern der Anden und der peruanischen Küste hinzieht, wo es fast nie regnet und fast nichts wächst. Steigt man jedoch ein paar hundert Meter in die Luft, verwandelt sich der Wüstenboden in eine Leinwand.
Ein Kolibri mit einer Flügelspannweite von fast hundert Metern. Ein Affe mit einem Schwanz, der sich zu einer perfekten Spirale rollt. Eine Spinne, ein Kondor, ein Pelikan, ein Wal, und schnurgerade Linien, die kilometerweit über das Plateau laufen, als seien sie mit dem Lineal gezogen und hätten nie schwanken dürfen. Es gibt mehr als tausend dieser Figuren und Linien, Geoglyphen genannt, zwischen etwa 500 v. Chr. und 500 n. Chr. in den Boden geritzt, die meisten davon Werk der Nasca-Kultur, die hier lange vor den Inka blühte.
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