Als das Pentagon zugab, es nicht zu wissen
Jahrzehntelang bestand die amtliche Standardantwort auf Berichte über unerklärliche Objekte in einem Achselzucken. Das änderte sich am 25. Juni 2021, als das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste eine neunseitige vorläufige Bewertung dessen veröffentlichte, was es Unidentifizierte Luftphänomene nannte. Das Dokument prüfte 144 Begegnungen, die von US-Personal, überwiegend Marinefliegern, zwischen 2004 und 2021 dokumentiert wurden. Sein zentrales Eingeständnis war in seiner Schlichtheit verblüffend: Von diesen 144 Fällen konnten die Ermittler genau einen sicher erklären, einen großen sich entleerenden Ballon. Die übrigen 143 blieben offen.
Der Bericht widerstand der Versuchung, zu exotischen Antworten zu greifen. Er merkte an, dass die meisten Sichtungen wohl gewöhnliche Ursachen hätten, Luftmüll, natürliche atmosphärische Effekte, geheime Programme, fremde Technik. Doch er markierte 18 Vorfälle, in denen Objekte scheinbar gegen starken Wind die Position hielten, abrupt manövrierten oder ohne sichtbaren Antrieb mit Tempo unterwegs waren. Die ehrliche Schlussfolgerung lautete, die Daten seien zu dünn und zu widersprüchlich, um zu sagen, was sie waren.
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