Dokumentiert

Die Ebene der Tonkrüge: Tausende Steingefäße und ein Minenfeld über der Antwort

2026-08-12 · Rätselhafte Orte · 6 Min. Lesezeit

Auf dem welligen Grasland der Hochebene von Xiangkhoang im Norden von Laos stehen Steingefäße zu Hunderten im Freien. Sie sind aus massivem Fels gehauen, verjüngen sich leicht zum Rand hin, sind meist ein bis drei Meter hoch und etwa ebenso breit, und die größten wiegen um die 14 Tonnen. Manche stehen aufrecht in dichten Gruppen an Hängen, andere liegen gekippt und halb in der Grasnarbe versunken. Erhebungen haben in der Provinz weit über neunzig Krugfundplätze erfasst, insgesamt mehr als 120, und die einzelnen Plätze reichen von einem einzigen Gefäß bis zu rund 400. Der Name, der sich durchsetzte, lautet auf Lao wie in jeder anderen Sprache schlicht Ebene der Tonkrüge.

Das Gestein ist nicht einheitlich. Fünf Gesteinsarten wurden an den Gefäßen bestimmt: Sandstein, der häufigste und für die größten Krüge verwendete, dazu Granit, Konglomerat, Kalkstein und Brekzie. In der Nähe mehrerer Plätze wurden Steinbrüche lokalisiert, und an Platz 1, der meistbesuchten Gruppe, wurden die Krüge offenbar rund 8 Kilometer weit vom Abbauort bewegt. Es gibt keine Hinweise auf metallbeschlagene Maschinen, kein Rad im lokalen Befund und keine für das Gelände geeigneten Zugtiere. Die Gefäße wurden mit Handwerkzeug ausgehöhlt und an ihren Platz geschleift.

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