Der Zeichentrickfilm, der 700 Kinder ins Krankenhaus schickte
Um halb sieben am Abend des 16. Dezember 1997 taten in ganz Japan rund vier Millionen Haushalte das Gewöhnlichste, was man sich vorstellen kann. Sie schalteten den Fernseher ein, um Pokemon zu sehen. Die Serie war ein Phänomen und die Spiele waren es auch, und dies war Folge achtunddreißig, eine Geschichte namens Dennou Senshi Porygon, was ungefähr Computerkrieger Porygon bedeutet. Darin schrumpfen Ash, Misty und Brock und reisen in ein Computernetzwerk hinein, um Team Rocket aufzuhalten. Etwa zwanzig Minuten lang war es genau die grelle, hektische, harmlose Unterhaltung, vor der sich Millionen Kinder nach Schule und Abendessen niedergelassen hatten.
Dann, ungefähr nach zwanzig Minuten, gegen 18:51 Uhr, setzte Pikachu seine Donnerblitz-Attacke ein, um eine Welle dessen zu zerstören, was in der Geschichte virtuelle Impfraketen waren. Die Zeichner stellten die Explosion mit einer Technik dar, die die Branche Paka-Paka nennt: abwechselnde bildfüllende Blitze in Rot und Blau, die in jedem Einzelbild von einer Farbe zur anderen springen, mit etwa zwölf Blitzen pro Sekunde. Rund vier Sekunden lang trafen intensives, gesättigtes, stroboskopisches rotes und blaues Licht, das den ganzen Bildschirm füllte, zig Millionen junge Netzhäute.
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