Gelöst

Tamam Shud: Der namenlose Mann vom Strand von Somerton

2026-07-27 · Menschen ohne Namen · 7 Min. Lesezeit

Am Abend des 30. November 1948, in der letzten Nacht des südlichen Frühlings, ließ sich ein gut gekleideter Mann an einer steinernen Ufermauer am Somerton Beach, wenige Meilen südlich von Adelaide, in den Sand sinken. Ein Juwelier und seine Frau, die die Strandpromenade entlanggingen, bemerkten ihn gegen acht Uhr; sie sahen, wie sein Arm sich hob und wieder fiel. Auch ein junges Paar sah ihn reglos liegen. Am nächsten Morgen um halb sieben fand ein Mann, der sein Pferd bewegte, den Fremden an derselben Stelle zusammengesunken, den Kopf an der Mauer, die Beine übereinandergeschlagen, eine nicht angezündete Zigarette auf dem Kragen, als sei sie ihm von den Lippen gefallen. Er war tot. Es gab keine Spur von Gewalt und kein Zeichen eines Kampfes.

Er trug nichts bei sich, was ihn hätte identifizieren können. In seinen Taschen fanden sich eine benutzte Busfahrkarte, eine unbenutzte Bahnfahrkarte in den nahen Badeort Henley Beach, ein Kamm, ein Päckchen Kaugummi, eine Streichholzschachtel und eine zu einem Viertel gefüllte Packung Army-Club-Zigaretten, die Zigaretten einer teureren Marke enthielt. Es gab keine Brieftasche. Es gab keinen Hut, was für einen Mann jener Zeit ungewöhnlich war. Und als die Ermittler seine Kleidung untersuchten, stellten sie fest, dass aus jedem Stück die Etiketten herausgeschnitten worden waren.

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