Ueber den Horizont: die Waratah und die 211 Menschen an Bord
Kurz nach sechs Uhr am Morgen des 27. Juli 1909 sah der wachhabende Offizier des Frachtdampfers Clan MacIntyre ein grosses Schiff schnell von achtern aufkommen. Die See vor der Wild Coast Suedafrikas war an jenem Morgen maessig, das Winterlicht grau und klar, und der Fremde lief vielleicht dreizehn Knoten gegen die neun der Clan MacIntyre. Er ueberholte das kleinere Schiff wenige Meilen vor der Muendung des Mbashe und beide tauschten Signale auf die alte Weise, mit Flaggen und mit Lampe. Der Neuankoemmling nannte seinen Namen: Waratah, aus Durban, unterwegs nach Kapstadt und weiter nach London. Die Clan MacIntyre wuenschte eine gute Reise. Die Waratah antwortete mit derselben Hoeflichkeit, zog voraus und war nach etwa zwei Stunden ein Fleck am Horizont, und dann war sie gar nichts mehr.
Das war das letzte Mal, dass jemand sie sah. An Bord befanden sich zweihundertelf Menschen.
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