Gelöst

Der Chupacabra: ein Monster, 1995 geboren und in fünfzehn Jahren gelöst

2025-03-03 · Rätselhafte Kreaturen · 4 Min. Lesezeit

Die Meldung, mit der alles begann, las sich wie der Auftakt eines Horrorfilms — und vielleicht war sie genau das. Im März 1995 fand man auf den Höfen rund um die puerto-ricanische Stadt Canóvanas Vieh auf eine Weise tot vor, die keinen Sinn ergab. Schafe, Ziegen und Hühner lagen auf den Feldern, gezeichnet von kleinen runden Stichwunden und — so ging die Geschichte von Hof zu Hof — ohne einen Tropfen Blut. Etwas tötete, ohne zu fressen. Binnen Wochen gab die Insel dem Mörder einen Namen, der ihm nie mehr abging: el chupacabra, der Ziegensauger — eine Prägung, die meist dem puerto-ricanischen Komiker und Radiomoderator Silverio Pérez zugeschrieben wird.

Ein Gesicht bekam das Wesen in jenem August. In Canóvanas, wo angeblich Dutzende Tiere gestorben waren, beschrieb eine Frau namens Madelyne Tolentino, wie sie eine Bestie am Fenster ihrer Mutter vorbeiziehen sah: aufrecht, etwa einen Meter groß, mit riesigen dunklen Augen, dünnen krallenbewehrten Armen und einer Reihe von Stacheln über den Rücken. Ihr Bericht war lebhaft, detailliert und wurde endlos wiederholt — er wurde zur Vorlage für fast jede spätere Chupacabra-Sichtung.

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