Die Dorabella-Chiffre: 87 Schnörkel, die ein großer Komponist nie erklärte
Am 14. Juli 1897 schickte der Komponist Edward Elgar einen Dankesbrief an die Familie von Reverend Alfred Penny, in dessen Pfarrhaus in Wolverhampton er und seine Frau gerade zu Gast gewesen waren. Beigelegt war etwas Merkwürdiges: eine kleine Karte, adressiert an die Tochter des Pfarrers, Dora, bedeckt mit drei Zeilen geschwungener, hakenartiger Zeichen. Es sah aus wie eine Botschaft. Falls es eine ist, hat kein Mensch auf Erden sie je gelesen.
Der Zettel, heute als Dorabella-Chiffre bekannt, umfasst 87 Zeichen aus einem offenbar 24 Symbole zählenden Alphabet. Jedes Symbol besteht aus einem, zwei oder drei kleinen Halbkreisbögen, gedreht in eine von acht Richtungen. Die Schrift ist flüssig und sicher, als hätte Elgar sie mühelos hingeworfen — was das Rätsel nur vertieft, was genau er da hinwarf.
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