Dokumentiert

Die perfekten Tupfen der Wüste: Wer zeichnet die Feenkreise?

2025-12-18 · Rätselhafte Orte · 2 Min. Lesezeit

Fliegt man tief über das Grasland am Rand der Namib-Wüste, wirkt der Boden wie von Hand genäht. Millionen kahler, rötlicher Kreise sprenkeln das Meer aus goldenem Gras, jeder von einem Saum höherer Halme umringt, jeder mit fast mathematischer Regelmäßigkeit von seinen Nachbarn entfernt. Aus der Luft ähnelt der Effekt der Haut eines riesigen Tieres. Am Boden ist es noch seltsamer: Tritt man in einen Kreis, ist die Erde einfach, hartnäckig kahl.

Die Kreise messen etwa zwei bis fünfzehn Meter im Durchmesser, und sie sind nicht flüchtig. Forscher schätzen, dass ein einzelner Kreis Jahrzehnte bestehen kann und über die Spanne eines Menschenlebens entsteht, reift und verblasst. Die Überlieferung des einheimischen Himba-Volkes hielt sie lange für Fußspuren von Göttern oder das Werk eines unterirdischen Drachens. Die Wissenschaft wollte einen Mechanismus und fand jahrelang keinen, den alle akzeptierten.

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