Dokumentiert

Der erloschene Leuchtturm: Drei Wärter verschwinden von Eilean Mòr

2026-07-18 · Spurlos verschwunden · 7 Min. Lesezeit

Eilean Mòr ist die größte der Flannan-Inseln, einer Streuung kahler, unbewohnter Felsen etwa siebzehn Meilen westlich der Äußeren Hebriden Schottlands. Sie ist kaum eine halbe Meile lang. Im Dezember 1899 wurde dort erstmals ein Leuchtturm entzündet, den der Ingenieur David Alan Stevenson entworfen hatte, und von jener Nacht an war die Station im Wechsel mit Wärtern des Northern Lighthouse Board besetzt. Auf dem Felsen zu leben bedeutete Steintreppen, eiserne Kräne und ständige Wachsamkeit gegenüber dem Wasser. Zwei Landungsstellen, eine im Osten und eine im Westen, erlaubten je nach Wind das Anlegen eines Bootes. Jede hatte einen Kran, um Vorräte die Klippe hinaufzuziehen, und jede war nur über lange Treppenläufe erreichbar, über hundert Stufen, die sich die Felswand hinaufschlängelten. Die westliche Landungsstelle nahm den ganzen Anlauf des offenen Atlantiks auf.

Im Dezember 1900 waren drei Männer im Dienst. James Ducat, der erste Wärter, war ein erfahrener Mann mit Familie auf dem Festland. Thomas Marshall war der zweite Assistent. Der Dritte, Donald MacArthur, gehörte gar nicht zur festen Besatzung. Er war Gelegenheitswärter, ein Mann aus der Gegend, eingezogen für eine Wache, weil einer der regulären Wärter, William Ross, erkrankt war und seinen Turnus nicht übernehmen konnte.

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