Dokumentiert

Die toxische Frau: Die Patientin, deren Blut eine ganze Notaufnahme lahmlegte

2025-11-24 · Ungeklärte Todesfälle · 2 Min. Lesezeit

Am Abend des 19. Februar 1994 brachten Sanitäter Gloria Ramirez, eine 31-jährige Mutter von zwei Kindern, in die Notaufnahme des Riverside General Hospital in Südkalifornien. Sie litt an fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs, ihr Herz raste, und sie bekam kaum Luft. Was in den folgenden Minuten geschah, machte aus einer routinemäßigen Einlieferung einen der seltsamsten dokumentierten Zwischenfälle der modernen Medizin.

Dem Personal fiel auf, dass Ramirez' Haut einen öligen Glanz zu haben schien und ein fruchtiger, knoblauchartiger Geruch sie umgab. Als eine Krankenschwester Blut abnahm, roch die Spritze Berichten zufolge nach Ammoniak, und in der Probe schienen blasse, cremefarbene Kristalle zu schwimmen. Dann fiel die Krankenschwester in Ohnmacht. Einer Assistenzärztin wurde übel, auch sie brach zusammen, weitere folgten. Die Notaufnahme wurde evakuiert, die Patienten auf den Parkplatz gebracht. Insgesamt meldeten 23 Personen Symptome, fünf mussten stationär behandelt werden. Eine Ärztin, Dr. Julie Gorchynski, verbrachte zwei Wochen auf der Intensivstation und entwickelte später eine avaskuläre Nekrose, eine Erkrankung, die das Knochengewebe schädigt. Ramirez selbst war nicht mehr zu retten: Weniger als eine Stunde nach ihrer Ankunft wurde ihr Tod festgestellt. Der Gerichtsmediziner stellte fest, dass sie an Nierenversagen infolge ihrer Krebserkrankung gestorben war.

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