Dokumentiert

Die toxische Frau: Die Patientin, deren Blut eine ganze Notaufnahme lahmlegte

2026-07-01 · Ungeklärte Todesfälle · 7 Min. Lesezeit

Es war kurz nach acht Uhr abends am 19. Februar 1994, als die Türen der Notaufnahme des Riverside General Hospital aufschwangen und Sanitäter eine Frau hereinrollten, die nach jedem gewöhnlichen Maßstab bereits nahe am Ende war. Gloria Cecilia Ramirez war einunddreißig Jahre alt, Mutter zweier Kinder, und sie starb an fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs. Ihr Herz schlug in einem schnellen, ungeordneten Rhythmus, ihre Atmung war flach, und sie kam und ging aus dem Bewusstsein. Das Personal arbeitete, wie es das tausendmal zuvor getan hatte: Monitore anschließen, Beruhigungsmittel spritzen, die Paddles bereitlegen, um ein versagendes Herz wieder in Takt zu bringen. Etwa eine Viertelstunde lang war es schlicht eine weitere harte Nacht in einer geschäftigen südkalifornischen Notaufnahme.

Das Erste, was das Personal bemerkte, war, wie sie aussah und roch. Ein dünner, öliger Film schien Ramirez' Haut zu überziehen, und ein fruchtiger, knoblauchartiger Geruch stieg aus ihrem Mund. Eine examinierte Krankenschwester namens Susan Kane nahm ihr Blut aus dem Arm und nahm, über die Spritze gebeugt, einen scharfen Gestank wie Ammoniak wahr. Im Röhrchen schienen blasse, cremefarbene Kristalle im Plasma zu schwimmen. Augenblicke später begann Kanes Gesicht zu brennen, ihr wurde schwindlig, und sie fiel zu Boden.

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