Die Hessdalen-Lichter: Das Tal, in dem die Wissenschaft leuchtenden Kugeln nachjagt
Hessdalen ist ein schmales Tal in Mittelnorwegen, etwa fünfzehn Kilometer lang, rund 120 Kilometer südlich von Trondheim, bewohnt von nur wenigen hundert Menschen. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist es der Schauplatz eines der am dichtesten instrumentierten unerklärten Phänomene der Welt: lautlose Lichtkugeln, die ohne Vorwarnung über seinen Hügeln erscheinen. Sie stehen in der Luft, werden heller, gleiten tief entlang der Grate, teilen sich manchmal in mehrere kleinere Lichter, die gemeinsam weiterziehen, und verschwinden dann. Sie hinterlassen kein Geräusch und keine Spur im Schnee darunter.
Die Lichter kamen nicht mit dem modernen Interesse an fliegenden Untertassen. Ältere Bewohner des Tals berichteten von seltsamem Leuchten über den Hügeln bereits in den 1930er Jahren, lange bevor der Begriff des unidentifizierten Flugobjekts in Norwegen gebräuchlich war. Die Menschen in Hessdalen behandeln das Phänomen weniger als Besuch von außen als vielmehr als Eigenschaft des Ortes, als etwas, das das Tal einfach tut: beunruhigend, aber vertraut.
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