EIN REALER FALL
Dokumentiert

Das Geisterschiff, das allein weitersegelte: Was geschah an Bord der Mary Celeste?

2026-07-19 · · Spurlos verschwunden · 7 Min. Lesezeit

Die Mary Celeste verließ New York am 7. November 1872 mit Ziel Genua. Sie war eine amerikanische Brigantine von etwa 282 Tonnen, und in ihrem Laderaum standen 1.701 Fässer Industriealkohol, bestimmt zum Aufspriten italienischen Weins. Ihr Kapitän war Benjamin Spooner Briggs, ein siebenunddreißigjähriger Seemann aus Massachusetts, gläubig, nüchtern und nach allen Zeugnissen umsichtig und geachtet. Er fuhr nicht allein. Bei ihm waren seine Frau Sarah, ihre zweijährige Tochter Sophia und eine handverlesene Mannschaft von sieben Männern, unter ihnen die friesischen Brüder Volkert und Boz Lorenzen und die deutschen Matrosen Arian Martens und Gottlieb Goudschaal, die Briggs selbst als friedlich und erstklassig beschrieben hatte. Ihr siebenjähriger Sohn Arthur war bei Verwandten zu Hause geblieben, um die Schule nicht zu versäumen. Zehn Menschen liefen aus.

Der letzte Eintrag auf der Logtafel des Schiffes war auf den 25. November, nahe der azorischen Insel Santa Maria, datiert. Er verzeichnete nichts Ungewöhnliches.

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