Der Money Pit: 230 Jahre Graben auf Oak Island
Im Sommer 1795 bemerkte ein Teenager namens Daniel McGinnis eine kreisrunde Senke im Boden von Oak Island, einer kleinen bewaldeten Insel vor der Küste Neuschottlands in Kanada. Mit zwei Freunden, John Smith und Anthony Vaughan, begann er zu graben — und stieß knapp unter der Oberfläche auf eine Lage Steinplatten, darunter auf etwas, das wie Plattformen aus alten Baumstämmen in regelmäßigen Tiefen aussah. Bei rund dreißig Fuß gaben die Jungen auf, überzeugt, nur Zentimeter von einem Piratenschatz entfernt zu sein. Die längste Schatzsuche der Geschichte hatte begonnen.
Um 1802 übernahm die Onslow Company und erreichte Berichten zufolge eine Tiefe von etwa neunzig Fuß; beschrieben wurden Schichten aus Holzkohle, Schiffskitt und Kokosfasern — ein Material, dessen nächste natürliche Quelle weit über tausend Meilen südlich lag. Die Gräber wollten zudem einen Stein mit seltsamen Symbolen geborgen haben, von dem es später hieß, er verheiße zwei Millionen Pfund, vergraben vierzig Fuß tiefer. Der Stein ist längst verschwunden, eine verlässliche Aufzeichnung der Inschrift existiert nicht. Dann lief der Schacht über Nacht mit rund sechzig Fuß Wasser voll — und kein Schöpfen konnte ihn leeren.
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