Die Füße, die das Meer zurückgibt: Das Turnschuh-Rätsel der Salischen See
Am 20. August 2007 erkundete ein zwölfjähriges Mädchen einen Strand auf Jedediah Island, einem Stück Wildnis in den Küstengewässern von British Columbia, und bemerkte einen Laufschuh nahe der Flutlinie. Es war ein Herrenschuh in Größe 46, blau und weiß. Sie schaute hinein. Was sie fand, war ein menschlicher Fuß, noch in seiner Socke, der im Schuh verweste. Der Fund eröffnete eine der seltsamsten Akten der jüngeren nordamerikanischen Kriminaltechnik, und fast zwei Jahrzehnte später ist sie noch immer nicht geschlossen.
Der Schuh blieb nicht lange allein. Sechs Tage später wurde auf der nahen Gabriola Island ein zweiter Sportschuh angespült, mit einem zweiten Fuß darin. Dann noch einer, und noch einer. Seit jenem ersten Fund im Jahr 2007 sind rund um die Salish Sea mehr als zwanzig abgetrennte menschliche Füße angespült worden, fast alle in Sportschuhen geschnürt. Etwa zwei Drittel wurden auf der kanadischen Seite geborgen, der Rest auf der amerikanischen. Der jüngste bestätigte Fund stammt aus dem Jahr 2023, von einem Strand in Victoria, British Columbia.
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