Stonehenge: Die Fragen, die fünftausend Jahre nicht beantwortet haben
In der Ebene von Salisbury in Südengland steht das am gründlichsten erforschte prähistorische Monument der Erde, und es hütet seine Geheimnisse noch immer. Stonehenge entstand in Etappen über rund tausend Jahre: Den Anfang machte um 3000 v. Chr. ein kreisrunder Graben mit Wall, seine vertraute Gestalt erhielt es um 2500 v. Chr., als die gewaltigen Sarsensteine aufgerichtet und mit Decksteinen gekrönt wurden. Gebaut und umgebaut wurde bis etwa 2000 v. Chr. — das Monument, das wir sehen, ist die letzte von vielen Fassungen.
Jahrhundertelang konnte niemand sagen, woher die Steine stammten. Dann, im Jahr 2020, ordnete ein Team um den Geomorphologen David Nash den geochemischen Fingerabdruck der Sarsensteine — Sandsteinblöcke von jeweils rund 25 Tonnen — West Woods auf den Marlborough Downs zu, etwa 25 Kilometer nördlich. Fünfzig der zweiundfünfzig erhaltenen Sarsensteine tragen diese Signatur. Ihr Transport hätte Hunderte Menschen, hölzerne Schlitten und bemerkenswerte Koordination erfordert — und doch sind die Sarsensteine, an Stonehenge gemessen, der einfache Teil.
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