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Der Morgen, an dem Bell Island explodierte: ein Blitz, hell genug für einen Atomüberwachungssatelliten
Unerklärliche NaturDokumentiert
Der Morgen, an dem Bell Island explodierte: ein Blitz, hell genug für einen Atomüberwachungssatelliten
An einem Sonntagvormittag im Jahr 1978 detonierte um elf Uhr etwas über einer kleinen Eisenerzinsel in Neufundland. Sicherungskästen schleuderten blaue Flammen durch Zimmer, Fernseher zerplatzten, ein Schuppen wurde samt Hühnern vom Fundament gerissen, und in ein Feld wurden zwei saubere Löcher geschlagen. Amerikanische Satelliten, gebaut zur Erkennung von Atomtests, registrierten den Blitz, und Los Alamos schickte Wissenschaftler. Fast fünfzig Jahre später ist die Akte noch offen.
Die Brücke, die Hunde holt: siebzig Jahre Sprünge in Overtoun
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Die Brücke, die Hunde holt: siebzig Jahre Sprünge in Overtoun
Auf einer viktorianischen Brücke vor Dumbarton gehen Hunde seit siebzig Jahren über dieselben wenigen Meter Brüstung, fast immer an klaren Tagen und fast immer langnasige Rassen. 2005 sahen sich zwei Fachleute die Brücke mit den Augen eines Hundes an und kamen mit einer Antwort zurück, in der ein Geruch vorkommt, den kein Mensch wahrnimmt. Diese Antwort hat noch immer Lücken.
Das Licht, das folgt: ein Jahrhundert Min-Min-Sichtungen im australischen Outback
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Das Licht, das folgt: ein Jahrhundert Min-Min-Sichtungen im australischen Outback
Seit mehr als hundert Jahren beschreiben Reisende im Westen von Queensland ein Licht, das aus der Dunkelheit aufsteigt, über dem Horizont schwebt und ihnen kilometerweit folgt. 1992 baute ein Hirnforscher eines auf Bestellung, mit nichts als einem Auto und zehn Kilometern leerer Straße. In Boulia war man nicht ungeteilt dankbar.
Das Band namens Steve: Wie Hobby-Himmelsbeobachter ein Licht benannten, das die Wissenschaft ubersehen hatte
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Das Band namens Steve: Wie Hobby-Himmelsbeobachter ein Licht benannten, das die Wissenschaft ubersehen hatte
Jahrelang brannte es am Nordhimmel vor aller Augen, ein schmaler malvenfarbener Strom, den kein Lehrbuch erklaren konnte. Dann gab eine Handvoll Polarlichtjager ihm einen Namen, und die Fachwissenschaft musste einraumen, etwas Gewaltiges uber ihren Kopfen ubersehen zu haben.
Das Meer, das leuchtet: Auf der Jagd nach den Milchmeeren, die die Wissenschaft nur einmal beruhrt hat
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Das Meer, das leuchtet: Auf der Jagd nach den Milchmeeren, die die Wissenschaft nur einmal beruhrt hat
Vier Jahrhunderte lang haben Seeleute ganze Ozeane beschrieben, die sich in kaltes weisses Feuer verwandeln und unter dunklem Himmel bis zum Horizont leuchten. Satelliten haben das Phanomen endlich auf frischer Tat ertappt, doch was einen Flecken gewohnliches Meer in hunderttausend Quadratkilometer stillen Lichts kippen lasst, bleibt eines der letzten Ratsel, das offen vor aller Augen verborgen liegt.
Der rote Regen von Kerala: als zwei Monate lang blutfarbenes Wasser fiel
Unerklärliche NaturUmstritten
Der rote Regen von Kerala: als zwei Monate lang blutfarbenes Wasser fiel
Zwei Monate lang fiel 2001 über Südkerala blutfarbener Regen. Eine Alge erklärt die Farbe vollständig. Was sie nicht erklärt, ist, wie fünfzigtausend Kilogramm Sporen in den Himmel stiegen und wieder und wieder rot herabfielen.
Der Fleischregen von Kentucky: der Tag, an dem Fleisch aus klarem Himmel fiel
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Der Fleischregen von Kentucky: der Tag, an dem Fleisch aus klarem Himmel fiel
An einem wolkenlosen Märzmorgen 1876 regneten Brocken von etwas, das wie frisches Fleisch aussah, auf eine Farm in Kentucky. Zwei Männer kosteten es. Die Antwort des Labors war seltsamer, als irgendjemand erwartet hatte.
Der singende Sand: Dünen, die kilometerweit einen Ton dröhnen
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Der singende Sand: Dünen, die kilometerweit einen Ton dröhnen
Marco Polo gab den Wüstengeistern die Schuld; Darwin hörte einen Hügel, den die Einheimischen 'den Brüller' nannten. An rund 35 Orten dröhnt der Sand wirklich einen tiefen Ton - doch die Physiker, die ihn im Labor auf Befehl auslösen, sind sich noch immer uneins, warum er singt.
Das Catatumbo-Gewitter: der Sturm, der seit vierhundert Jahren tobt
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Das Catatumbo-Gewitter: der Sturm, der seit vierhundert Jahren tobt
Ein Sturm, so zuverlässig, dass Seeleute nach ihm navigierten und ein Volk ihn auf seine Flagge setzte — der Legende nach entschied er eine Seeschlacht. Blitze 28 Mal pro Minute, bis zu 160 Nächte im Jahr. Dann, 2010, verschwand er. Die Wissenschaft kann ihn besser vorhersagen als erklären.
Erdbebenlichter: das Leuchten am Himmel, an das die Wissenschaft nicht glauben wollte
Unerklärliche NaturUmstritten
Erdbebenlichter: das Leuchten am Himmel, an das die Wissenschaft nicht glauben wollte
Dreizehn Tage bevor 1988 ein Beben der Magnitude 5,9 Quebec traf, sahen Zeugen eine rosa-violette Lichtkugel den Sankt-Lorenz-Strom entlangschweben. Die Wissenschaft hat seit 1600 65 solcher Fälle katalogisiert und kann sich bis heute nicht einigen, was sie sind.
Der Tag, an dem der Himmel explodierte: Sibiriens Tunguska-Rätsel
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Der Tag, an dem der Himmel explodierte: Sibiriens Tunguska-Rätsel
1908 legte eine Explosion, um ein Vielfaches stärker als die Hiroshima-Bombe, rund 80 Millionen Bäume auf einem Streifen Sibiriens nieder, der größer war als eine Großstadt. Sie hinterließ keinen Krater, kein bestätigtes Bruchstück und eine Frage, die die Wissenschaft bis heute nicht ganz schließen kann: Was kam an jenem Morgen vom Himmel?
Nach 400 Jahren auf Video gebannt: Das ungelöste Rätsel des Kugelblitzes
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Nach 400 Jahren auf Video gebannt: Das ungelöste Rätsel des Kugelblitzes
1963 schwebte eine leuchtende Kugel durch den Gang eines Linienflugzeugs — an einem Physiker vorbei. 2012 fingen Spektrografen endlich eine in freier Natur ein, durch Zufall. Was es ist, kann noch niemand sagen.
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